Musterdepots
In welche Richtung geht es?

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Redaktions-Stratege Ulf Sommer rät zu einer Investment-Mischung mit Bargeld-Bestand.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Aktien sind nach der Korrektur wieder attraktiv bewertet. Das gilt allerdings (noch) nicht für die US-Börsen. Sie notieren nahe ihren Allzeithochs. Die Kurse sind in den vergangenen Jahren etwas schneller als die Unternehmensgewinne gestiegen. Gut möglich, dass deshalb die Korrektur, wie sie Europa bereits widerfahren ist, in den USA noch bevorsteht. Und dass attraktiv bewertete europäische Aktien steigen, während gleichzeitig die Kurse an der Wall Street fallen, erscheint doch eher unwahrscheinlich. Insofern lautet die Devise: Investiert bleiben, aber gleichzeitig auch Cash halten.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Die Aktie des finnischen Papier- und Zellstoffproduzenten UPM Kymmene stellt bisher unser erfolgreichstes Einzeltitel-Investment dar. Der Titel befindet sich seit Auflage des Musterdepots im Portfolio und hat sich seit dieser Zeit unter der Berücksichtigung der Dividenden mehr als verdoppelt. Gleichzeitig bleibt UPM Kymmene laut unserer Analyse unterbewertet. Dies ist möglich, da der Kursanstieg durch eine signifikante Verbesserung der Konzernbilanz begleitet wurde. Der Fortschritt bei den Bilanzkennzahlen ist in erster Linie auf ein Effizienzsteigerungsprogramm zurückzuführen.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Aus Furcht vor einer politischen Lähmung der USA haben sich weitere Anleger aus den Aktienmärkten zurückgezogen. Regionale US-Umfragen hatten für August teilweise eine Verbesserung der Stimmung angezeigt. Damit scheinen die zuletzt zu beobachtenden politischen Turbulenzen in Washington nur temporäre negative Auswirkungen zu haben. Wir erwarten, dass die US-Wirtschaft im zweiten Halbjahr wieder mehr Dynamik entfalten und einen Gang hochschalten könnte. Ob wieder eine Art „Trump-Euphorie 2.0“ ausbricht, werden wir leider erst im Herbst sehen.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

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