Musterdepots
Infineon-Anleger müssen sich anschnallen

In der Halbleiterindustrie geht es in diesem Jahr heiß her. Nun könnte auch der Chiphersteller Infineon in die Mühlen eines Megadeals geraten. Musterdepotstratege Daniel Hupfer prüft sein Investment deshalb genau.
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Die Konsolidierung in der Halbleiterbranche hat sich in diesem Jahr nochmals beschleunigt. So kaufte der weltgrößte Chiphersteller Intel Anfang Juni den Konkurrenten Altera für rund 16,7 Milliarden US-Dollar. Kurz zuvor hatte das in Singapur ansässige Unternehmen Avago Technologies den US-Halbleiterhersteller Broadcom für 37 Milliarden US-Dollar übernommen.

Gestern wurde dann der deutsche Chiphersteller Infineon wieder einmal als Übernahmekandidat gehandelt. Im Vergleich zu den bereits erfolgten Übernahmen handelt es sich bei Infineon mit einer Marktkapitalisierung von knapp über 10 Milliarden Euro dabei nahezu um ein Schnäppchen. Der Vorstandsvorsitzende Reinhard Ploss selber war es, der die Übernahmephantasie um Infineon wieder angeheizt hat. So würde das Unternehmen in hochattraktiven Märkten agieren, und man sei sich darüber im Klaren, dass Konkurrenten aufgrund der Marktposition Interesse haben könnten.

In unserem Depot haben wir mit Infineon in diesem Jahr eine wahre Achterbahnfahrt erlebt. So stiegen die Aktien seit Jahresanfang bis Ende Mai mit einem Plus von annähernd 40 Prozent kräftig im Wert. Seitdem haben die Aktien einen großen Teil des Jahresgewinns wieder abgegeben. Trotz der Unsicherheiten um die chinesische Wirtschaft halten wir am Chiphersteller fest. In den aktuellen Kursen ist unseres Erachtens bereits viel Pessimismus eingepreist, so dass wir von wieder steigenden Kursen ausgehen.

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Wer die Bären befreit hat

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Wer gut durch den August kam

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