Musterdepots
Ist die Herbstkorrektur zu Ende?

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Stratege Sönke Niefünd beschäftigt sich mit den Aussichten der Apple-Aktie.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Der Sommer ist vorbei, der Dax scheint eine neue Richtung gefunden zu haben – und zwar nach oben. Denn der Leitindex ist seit seinem Mehrmonatstief Ende August bei 11 868 Punkten bereits wieder um mehr als 500 Punkte gestiegen. Ist mit diesem Anstieg die Herbstkorrektur 2017 bereits beendet? Ich bin eher skeptisch. Es kann sein, dass die Frankfurter Benchmark nicht mehr deutlich unter die Marke von 11 800 Punkte fällt. Aber an einen Durchmarsch in Richtung Allzeithoch glaube ich nicht. Vielleicht wissen Anleger nach der Sitzung der US-Notenbank am 20. September mehr.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Der Portfoliomanager Dirk Hagemann hat bei seinem „Aktien? yeah!“-Wikifolio die Energiekontor-Aktie komplett verkauft. Im Kommentar zu dieser Transaktion schreibt Herr Hagemann, dass sich die Rahmenbedingungen in der Windenergiebranche verschlechtert haben und er bei der Energiekontor AG eine schlechtere Gewinnsituation als in den vergangenen Jahren erwarte. Hagemann investiert beim „Aktien? yeah!“-Wikifolio in substanzstarke Titel mit einem Fokus auf überdurchschnittliche Dividendenrenditen. Sein übergeordnetes Ziel ist ein langfristiger Vermögenszuwachs.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Der Verzicht auf Atomtests am vergangenen Samstag, dem 69. Jahrestag der Staatsgründung Nordkoreas, reichte als Signal aus, um die Börsen weltweit zum Wochenstart weiter zu festigen, zumal in Europa auch die Stärke des Euros an Kraft verliert. Der Dax stieg auf über 12 400 Punkte und hat den Abwärtstrend am oberen Ende verlassen. Mit unserer Allokation sind wir ausgewogen aufgestellt und schauen auf Apple. Zehn Jahre nach dem Start des iPhones soll ein runderneuertes Modell des Apple-Smartphones dafür sorgen, Marktanteile zurückzugewinnen.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Kommentare zu " Musterdepots: Ist die Herbstkorrektur zu Ende? "

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  • Sehr geehrter Herr Dr. Sommer,

    wie lange die derzeitige Konsolidierung noch anhalten wird, weiß natürlich niemand. Dennoch lohnt es sich. einmal auf die "fundamentalen Faktoren" zu blicken. Betrachten wir somit nicht die Börse, sondern die reale Wirtschaft.

    Dass die Weltwirtschaft und mit ihr auch die USA und Europa mit beträchtlichem Tempo wachsen, brauche ich wohl nicht zu schildern. Allseits bekannt ist auch, dass durch den Aufschwung auch die Gewinne ordentlich steigen. Weiter wissen wir, dass die Zinsen rekordverdächtig niedrig sind und auf längere Zeit wohl so bleiben. Die Zinsmärkte bieten somit weiterhin keine Anlagealternative. Und die Zentralbanken haben die Märkte mit Liqudität geflutet.

    Das alles ist nicht neu. Aber es läßt sich zusammenfassen: Was den Aktienmarkt betrifft, haben wir die beste aller vorstellbaren Welten. Bei der beschriebenen Konstellation dürfen wir mit Fug und Recht erwarten, dass die Aktienkurse steigen.

    Vielleicht nicht sofort. Vielleicht gibt es technische Faktoren, die eine Zeit lang noch eine gegenläufige Wirkung entfalten. Was damit gemeint ist? Vielleicht die Schwindelgefühle, die manche Investoren beim Blick auf DAX 13 000 erschüttern.

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