Musterdepots „Kaufen und Liegenlassen zieht nicht mehr“

Nach neun Monaten ist das Handelsblatt-Musterdepot unseres Kommentators deutlich im Plus – und zwar dank spezieller Anlageinstrumente und aktivem Management. Eine „Schönwetter-Strategie“ hätte nicht gereicht.
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Georgios Kokologiannis Quelle: Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

(Foto: Pablo Castagnola)

Neun Monate sind vergangen seit dem Start der Musterdepots. Zeit für die regelmäßige Zwischenbilanz: Insgesamt bin ich weiterhin extrem zufrieden. Das Portfolio entwickelt sich in Übereinstimmung mit meinen beiden übergeordneten langfristigen Zielen: Einer jährlichen Rendite von durchschnittlich sechs bis acht Prozent – und: einer deutlich niedrigeren Wertschwankung im Vergleich zum Gesamtmarkt.

Selbst als der Dax vor kurzem über eintausend Punkte unter seinen Stand von Anfang Januar abgestürzt war, lag das Portfolio noch komfortabel im Plus. Zudem wurde der Renditeabstand zum Benchmark-Index Stoxx 50 mittlerweile auf sechs Prozent ausgebaut. Und trotz der jüngsten Börsenturbulenzen notiert das Depot mit einem Ertrag von bisher knapp zehn Prozent nur unweit seines Rekordhochs von etwas über elf Prozent.

Erreicht wurde diese weit überdurchschnittliche Performance mit Hilfe von speziellen Anlageinstrumenten wie etwa Zertifikaten – und durch aktives Portfoliomanagement. Da auch weiterhin von einer schwankungsreichen Seitwärtsbewegung an den Aktienmärkten auszugehen ist, bleibt „Kaufen und Liegenlassen“ keine rationale Option für das Handelsblatt-Depot. Ich bin davon überzeugt, dass solche „Schönwetter-Strategien“ nach Jahren des mühelosen Geldverdienens an den Finanzmärkten immer häufiger nur noch zu Verlusten führen.

„Wir konnten uns dem Sog nicht entziehen“
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