Musterdepots
Kommt die Euro-Trendwende?

Viele Experten wiederholen es immer wieder: Der Dollar wird gegenüber dem Euro weiter steigen. Unser Kommentator geht allerdings davon aus, dass der Euro-Verkauf übertrieben ist und setzt auf die Gemeinschaftswährung.
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Am Devisenmarkt bahnt sich ein unerwarteter Richtungswechsel an: Die Talfahrt des Euro im Verhältnis zum US-Dollar könnte schon bald enden – und in eine Gegenbewegung münden. Darauf deuten jetzt Indikatoren des Analysehauses Sentix. Die Fachleute untersuchen regelmäßig das Befinden der Anleger und ziehen daraus Schlüsse für die weitere Entwicklung an den Finanzmärkten.

Zwar habe sich die aktuelle Stimmung für die Gemeinschaftswährung weiter eingetrübt. Erstmals seit langer Zeit entwickelten sich jedoch die mittelfristigen Markterwartungen zu Lasten des US-Dollars. Ein Prozess habe eingesetzt, in dessen Zuge erste Investoren umdenken würden. So das Ergebnis der jüngsten Erhebung. Fazit der Experten: Contrarian-Anleger sollten hellhörig werden. Investoren also, die sich in bestimmten Phasen gezielt gegen den aktuellen Trend positionieren. Das Kalkül hinter dieser Strategie: Wenn alle in eine Richtung laufen, kann das Ausdruck einer Übertreibung sein – eine Trendumkehr oder zumindest Korrektur steht dann oft  unmittelbar bevor.

Auch ich glaube, dass der Euro-Dollar-Wechselkurs wesentlich früher einen Boden finden wird, als es die meisten Strategen derzeit erwarten. Nicht nur weil die Investoren längst antizipiert haben, dass sich die Geldpolitik in Europa und die in den USA (zunächst) eine Zeit lang  auseinanderentwickeln werden. Sondern auch, weil sich erstens zeigen dürfte, dass die US-Wirtschaft ohne Stützräder rasch an Dynamik verlieren wird. Und zweitens werden in Reaktion hierauf rasch wieder Spekulationen aufkommen über einen abermaligen Ausstieg aus dem Ausstieg der US-Notenbank Fed aus ihrer Politik des exponentiellen Gelddruckens.

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