Musterdepots
Marios Mundart

Wenn Mario Draghi spricht, ist jede Formulierung bewusst gewählt. Jeder Ausdruck hat eine bestimmte Bedeutung. So funktioniert moderne Geldpolitik. Depot-Stratege Daniel Hupfer entschlüsselt den aktuellen EZB-Code.
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Die Markterwartungen an den jüngsten EZB-Zinsentscheid wurden weitgehend erfüllt: Der Leitzins blieb unverändert bei 0,05 Prozent und die Notenbank bekräftigte ihre Absicht, bis mindestens September 2016 Staatsanleihen zu kaufen. Ebenfalls erwartungsgemäß äußerte sich Notenbankpräsident Mario Draghi nur ausweichend zum Thema Griechenland, auch wenn beinahe jede zweite Frage in der Pressekonferenz dieses Thema berührte.

Dennoch gab es den einen oder anderen Aspekt, den wir für bedeutsam halten. Dies betrifft insbesondere eine Änderung im Statement bezüglich der wirtschaftlichen Aussichten, die nun vorsichtiger beurteilt werden. Auf Nachfrage erläuterte Draghi, dies sei auf die schwache Entwicklung außerhalb Europas und insbesondere in den Schwellenländern zurückzuführen. Überhaupt wäre die EZB davon ausgegangen, dass die laufenden Konjunkturdaten sogar noch besser ausfallen würden.

Die EZB beließ ihre einmal im Quartal veröffentlichten Wachstumsprognosen für die Eurozone aber nahezu unverändert: Für das laufende Jahr wird mit einem realen BIP-Wachstum von 1,5 Prozent gerechnet, 2016 soll die Wirtschaft der Eurozone mit einer Rate von 1,9 Prozent wachsen, 2017 wird ein Plus von 2,0 Prozent erwartet.

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