Musterdepots
Niedrige Wertpapierquote in Deutschland

Für den Musterdepotstrategen Alexander Kovalenko haben deutschen Anleger im internationalen Vergleich einiges aufzuholen, wenn sie in den nächsten Jahren keine schmerzlichen Kaufkraftverluste hinnehmen wollen.
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FrankfurtWeil die Kauflaune der Börsianer hierzulande noch keine Rekordwerte erreicht, dürften Dax & Co. trotz aller fundamentaler Risiken ihre Rally weiter fortsetzen. Das ist neben der vermeintlichen Alternativlosigkeit ein zentrales Argument der Aktien-Optimisten. Die Idee dahinter: Solange es noch Skeptiker gibt, sind nicht alle potenziellen Käufer investiert.

Was dabei aber übersehen wird: Maßgeblich ist nicht die Stimmung deutscher Marktteilnehmer. Denn über die Hälfte des Aktienkapitals etwa der Dax-Unternehmen liegt in ausländischen Händen. Bei den MDax-Firmen liegt der Anteil der Ausländer am Streubesitz sogar bei mehr als 80 Prozent – knapp ein Drittel davon bei Investoren aus den USA. Und dort herrscht sehr wohl bereits extreme Euphorie, wie aus neuen Sentiment-Daten hervorgeht.

Nach der Wahl des neuen US-Präsidenten im November sind Anleger aus den USA in regelrechte Kaufpanik verfallen: Das Verhältnis von Bullen zu Bären befindet sich seit mehr als sieben aufeinanderfolgenden Wochen auf einem alarmierenden Wert von über drei.

Den jüngsten Erhebungen zufolge stehen einem Pessimisten inzwischen sogar rund dreieinhalb Optimisten gegenüber. So viele wie seit dem Frühjahr 2015 nicht mehr – als der Dax damals eine mehrmonatige Talfahrt startete: von knapp 1.2400 Punkten bis auf unter 8.700 Zähler.

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