Musterdepots
Ohne den starken Euro wäre EZB näher am Ziel

Mario Draghi erwägt weitere geldpolitische Schritte, der Rohstoffmarkt emanzipiert sich vom Aktienmarkt und Eni bekommt einen neuen Chef. Was das für die Musterdepots zu bedeuten hat, lesen Sie hier.
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EZB-Präsident Draghi hat die Tür für weitere expansive geldpolitische Maßnahmen noch weiter geöffnet. In einem Zeitungsinterview am vergangenen Wochenende in Washington führte Draghi aus, dass eine anhaltende Aufwertung des Euros weitere Stimulus-Maßnahmen seitens der EZB erfordere. Ohne den starken Euro wäre die Inflation im Euroraum schon deutlich näher am Ziel der EZB als aktuell.

Sehr ähnlich äußerte sich zuletzt auch das EZB-Ratsmitglied Benoit Coeure, so dass die Stimmen für zusätzliche geldpolitische Schritte seitens der EZB lauter werden. Da auch die Mitglieder der US-Notenbank zuletzt moderatere Töne hinsichtlich einer Leitzinsanhebung angeschlagen haben, rechnen wir zunächst nicht mit einer Abkehr von der expansiven Geldpolitik. Vor diesem Hintergrund sollte das Niedrigzinsumfeld Bestand haben, so dass Investoren auf der Suche nach Rendite weiterhin risikobehaftete Anlageklassen präferieren werden.

Aus dem Unternehmenssektor bleibt die Nachrichtenlage weiterhin gemischt. Sehr gute Umsatz- und Gewinnzahlen hat Johnson & Johnson vorgelegt. Der weltgrößte Pharmakonzern aus den USA startete nach einem sehr guten Jahr 2013 auch hervorragend in das Jahr 2014 und hob den Ausblick für das Gesamtjahr an. Insbesondere der pharmazeutische Bereich sorgte für starkes Wachstum, während im Bereich der Konsumartikel leichte Absatzrückgänge hingenommen werden mussten. Im Bereich der Pharmaaktien sind wir derzeit nur in die deutsche Merck investiert, da das Bewertungsniveau des Sektors nach der starken Wertentwicklung der vergangenen Jahre nicht mehr günstig ist.

Kommentare zu " Musterdepots: Ohne den starken Euro wäre EZB näher am Ziel"

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  • Hier ist ja so gut wie alles vertauscht. Bilder/Depots passen nicht zum Kommentar etc.

    Auffällig, dass der Amateur (Redakteur) besser abschneidet als die (teuren) Profis. Grundsätzlich wäre man bis jetzt auch wieder mit einem stinknormalen, kostengünstigen MSCI World ETF besser gefahren. Wer es konservativer mag, dann eben 50/50 in MSCI World und Renten-ETF.

    Fazit: Den ganzen teuren Käse, den uns die Finanzheinis andrehen wollen, können wir uns sparen.

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