Musterdepots
Optimistisch trotz Krimkrise

Auch, wenn es an den Börsen Europas abwärts geht, blicken unsere Autoren ist die Stimmung unserer Autoren kaum getrübt. Trotz kurzfristigen Verlusten sind Aktien von Neste Oil und Continental-Papiere ihre erste Wahl.
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Der IFO-Geschäftsklimaindex sorgte am Donnerstag für eine positive Überraschung. Die bereits sehr gute aktuelle Geschäftslage hat sich nochmal leicht verbessert. Viel wichtiger ist allerdings der deutliche Anstieg bei den Geschäftserwartungen. So blicken die deutschen Firmen trotz der Krimkrise positiv auf die kommenden Monate.

Insbesondere die Unternehmen der Automobilbranche zeigen sich deutlich zuversichtlicher bei den Geschäftserwartungen. Bestätigt wird dieses Bild durch die Veröffentlichung der Quartalszahlen von Continental. Anders als Michelin konnte der deutsche Reifenhersteller seinen Umsatz und Gewinn weiter steigern, trotz negativer Währungseinflüsse aufgrund des starken Euro.

Für das Gesamtjahr 2014 hat Continental seinen Ausblick angehoben, neben höheren Absatzzahlen plant das Unternehmen eine Steigerung der Margen. Trotz dieser Ergebnisse war der Aktienkurs zunächst unter Druck, da die Analysten einen noch besseren Ausblick seitens des Vorstands erwartet hatten. Wir haben die Schwäche genutzt, um eine Position in Conti-Aktien aufzubauen.
Das Unternehmen ist zwar nicht mehr günstig bewertet, so liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis bei 14,2 auf Basis der 2014er Gewinne, allerdings sind die Aussichten gut. Der europäische Automobilmarkt zieht wieder an, insbesondere die Zulassungszahlen in den krisengebeutelten Ländern Europas nehmen wieder zu. Dies sollte den Reifenabsatz auf neue Rekordniveaus ansteigen lassen.

Allerdings gibt es einen nicht unerheblichen Risikofaktor, denn die Konkurrenz aus Japan ist aufgrund des schwachen Yen derzeit sehr wettbewerbsfähig. Fallende Preise könnten dann auf die Margen drücken. Continental sollte dies aber in anderen Bereichen wettmachen können. So profitiert das Unternehmen derzeit von einer zunehmenden Nachfrage nach technischen Fahrzeugkomponenten.

Fahrer-Assistenzsysteme halten immer mehr Einzug in die aktuellen Modellpaletten. Selbst im Bereich der Kleinwagen sind solche Systeme erhältlich. Die Vergangenheit zeigt, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis solche Komponenten serienmäßig angeboten werden

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