Musterdepots
Permanentes Depotmanagement ist ein Muss

Das ständige Auf und Ab an den Aktienmärkten zeigt, dass alte Börsenweisheiten derzeit ausgedient haben. Das wissen auch die Autoren der Musterdepots. Das Credo „Kaufen und Liegenlassen“ ist nicht mehr gültig.
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In der vergangenen Woche kamen erstmals seit längerer Zeit Anleihen aus den südeuropäischen Ländern unter Druck. Die von uns gehaltene Portugal-Anleihe verlor in der Spitze bis zu sieben Prozent, hat von diesem Verlust aber bereits mehr als die Hälfte wieder aufgeholt. Derartige Schwankungen sind unschön, müssen aber zugunsten einer höheren Performanceerwartung von den Investoren ertragen werden.

Auffallend ist, dass sich der Bereich der High-Yield-Anleihen sehr stabil gehalten hat, und dass der gekaufte ETF, welcher eine Vielzahl  amerikanischer High-Yield-Anleihen hält, wieder neue Höchstkurse markiert. Dies ist zum Teil auf Währungsgewinne zurückzuführen, weil der US-Dollar gegenüber dem Euro leicht aufgewertet hat. Zudem haben die Anleihen die Turbulenzen der Aktienmärkte nur gering nachgezeichnet und sich dementsprechend schneller von den Verlusten erholt.

Mit einer Performance von annähernd zwölf Prozent sind Anleihen ein wesentlicher Performancelieferant für das Portfolio. Obwohl diese Asset-Klasse nur mit 25 Prozent gewichtet ist, erwirtschafteten die Anleihen 60 Prozent der Portfolioperformance. Gleichzeitig haben sie die Volatilität des Depots reduziert.

Die Aktien von Infineon konnten heute von einer Hochstufung des Analysten von HSBC profitieren. Hier wird die Aktie auf „overweight“ mit einem Kursziel von 8,90 Euro hochgestuft. Auch andere Brokerhäuser haben bereits die Aktien des Chipherstellers zum Kauf empfohlen. Die hier avisierten Kursziele liegen mit über zehn Euro deutlich höher. Zumindest mit Blick auf die kurze Frist halten wir diese Ziele aber für sehr ambitioniert.

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