Musterdepots
Raus aus Airline-Aktien

Die Terroranschläge in Paris belasten nachhaltig die Anteilsscheine von Fluggesellschaften. Die Aktien des britischen Billigfluganbieters Easyjet etwa haben innerhalb einer Woche über zehn Prozent verloren.

Die Reaktion an den internationalen Kapitalmärkten auf die schrecklichen Ereignisse in Paris fiel bislang sehr moderat aus. Nachdem die europäischen Börsen am vergangenen Montagmorgen zunächst mit leichten Kursverlusten auf den Terrorakt reagiert haben, stiegen die Kurse im Verlauf des Tages und der gesamten Handelswoche wieder an. Manche Beobachter mögen diese Reaktion für herzlos halten, doch die Begründung für dieses Verhalten ist schnell gefunden. Anleger müssen so rational wie möglich zu beurteilen versuchen, ob und in welchem Ausmaß sich terroristische Anschläge auf das fundamentale und wirtschaftliche Umfeld auswirken.

Relativ schlecht hat sich allerdings in den vergangenen Tagen der Sektor Reise & Freizeit entwickelt und in diesem insbesondere die Fluggesellschaften. Die Aktien des britischen Billigfluganbieters Easyjet beispielsweise sind seit einer Woche kräftig unter Druck und haben über 10 Prozent an Wert verloren. Aufgrund der weiterhin sehr hohen Unsicherheit haben wir gestern unsere Bestände in Easyjet veräußert, auch wenn wir fundamental weiterhin von dem Unternehmen überzeugt sind.

Der gestrige Tag hat gezeigt, wie fragil das Kapitalmarktumfeld nach wie vor ist. Mit dem Abschuss eines russischen Militärflugzeugs ist die Risikoaversion wieder kräftig gestiegen. Nach wie vor rechnen wir in den kommenden Wochen mit weiter steigenden Kursen an den Aktienmärkten. Dafür spricht vor allem die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die Anfang Dezember vermutlich weitere Maßnahmen beschließen wird, um die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone zu stützen und die Inflationsrate wieder näher an die Zielmarke von 2% heranzuführen. Die zunehmenden geopolitischen Risiken und die nach wie vor hohen Sicherheitsrisiken in Europa sind aber ein zunehmender Belastungsfaktor für die Kapitalmärkte.

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