Musterdepots
„Risiken sind noch nicht erledigt“

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Stratege Sönke Niefünd erwartet, dass der Dax eine wichtige Marke wieder unterschreitet.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Der Kursverfall bei Pro Sieben Sat 1 geht weiter, die Aktie verlor binnen eines Jahres gut 30 Prozent. Der Konzern ist noch 6,5 Milliarden Euro wert. Die zweitleichteste Aktie, Lufthansa, kommt auf 9,6 Milliarden Euro. Dabei hat das Medienunternehmen noch Glück: Wäre die Aktie nicht erst Ende, sondern Anfang August so stark gefallen, dann wäre sie schon für diesen September Abstiegskandidat aus dem Dax. Der August ist der wichtigste Monat für den Auf- und Abstieg. So bleibt Pro Sieben Sat 1 vermutlich mindestens ein weiteres Jahr im Dax – wertvolle Zeit, um Anleger zu überzeugen.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Die Aktie des österreichischen Stahlkonzerns Voestalpine gehört zu den Performance-Spitzenreitern unseres Musterdepots. Die aktuelle Bewertung sowie die operative Geschäftsentwicklung des Linzer Unternehmens sprechen unseres Erachtens für ein weiteres Potenzial des Titels. Voestalpine verfügt über eine ausgezeichnete und diversifizierte Produktpalette hochwertiger Stahlerzeugnisse. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt. Konzernchef Wolfgang Eder hat in einem Interview angedeutet, dass das operative Ergebnis deutlich über dem des Vorjahres liegen könnte.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Der Euro ist ein wichtiges negativ korrelierendes Börsenbarometer für die europäischen Märkte. Durch den Kursrückgang zum Dollar auf 1,1875 steigt der Dax auf über 12 050 Punkte und etabliert sich damit in der engen Bandbreite oberhalb der 200-Tage-Linie. Vor der EZB-Sitzung in der nächsten Woche beträgt die europäische Inflationsrate 1,5 Prozent und liegt damit unter der angestrebten Zielmarke. Das lässt Spielraum für einen schwächeren Euro. Die Risiken der letzten Tage sind aber nicht erledigt: Wir erwarten, dass die 11 800 Punkte nochmals unterschritten werden können.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

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