Musterdepots
Ruhige Hände vor dem Brexit-Votum

Die Entscheidung der Briten nähert sich. Die Verwalter der Handelsblatt-Musterdepots lässt das kalt. Sie bleiben investiert – und wagen den Blick nach Japan.

Die jüngst veröffentlichten Daten zum japanischen Wachstum im ersten Quartal 2016 sind signifikant besser ausgefallen als erwartet. Im Vergleich zum Vorquartal stieg das Bruttoinlandsprodukt immerhin um 0,5 Prozent, die Jahresrate lag bei 1,9 Prozent.

Nicht wenige hatten im Quartalsvergleich sogar mit einem Rückgang gerechnet. Auch die für das Wachstum entscheidende Komponente, der private Verbrauch, wurde zuvor eher kritisch gesehen. Jetzt zeigt sich, dass die gestiegenen Realeinkommen offenbar doch Wirkung entfalten.

Die Steigerung war mit 0,6 Prozent zwar nicht wirklich stark, da sich die Preissteigerungsrate jedoch gefährlich nahe der Nulllinie aufhält war diese Steigerung augenscheinlich ausreichend. Noch im vierten Quartal 2015 war die Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozent gesunken und die Gefahr einer technischen Rezession hing wie ein Damoklesschwert über dem Land der aufgehenden Sonne.

Darüber hinaus kann die aktuelle japanische Regierung bei aller begründeten Kritik an ausbleibenden Reformen auch eine deutliche Belebung der Industrieproduktion und eine klare Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit japanischer Unternehmen auf der Habenseite verbuchen. Insbesondere die Gewinne der exportorientierten Firmen haben sich spürbar erhöht und die Margen verbessert.

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