Musterdepots
Russlandkrise? Macht nichts!

Obwohl Russland-Werte abzurutschen drohen, hält unser Autor Daniel Hupfer an seinem Emerging Markets-Fonds fest. Georgios Kokologiannis wettet dagegen auf den steigenden Dollarkurs und behält wohl vorerst Recht.
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Mit einem Discountzertifikat auf den S&P 500 (WKN: TB4JVD) habe ich Ende Januar darauf gesetzt, dass der US-Aktienindex nicht mehr soviel Aufwärtspotenzial hat wie in den vergangenen Jahren – und der Dollar im Verhältnis zum Euro an Wert gewinnt. Die Rendite der defensiven Anlageinstrumente ist zwar anders als bei einer Investition in einen Indexfonds begrenzt. Ein Ertrag im Portfolio fällt dafür aber selbst dann an, falls Aktien nur noch seitwärts laufen oder leicht verlieren.

Über sieben Prozent liegt diese Position seit dem Kauf bereits im Plus - doch nur noch rund ein Prozent Seitwärtsrendite ist drin bis Ende Dezember. Trotzdem halte ich an den Papieren fest. Denn von einer weiteren Aufwertung der US-Währung bis Ende dieses Jahres, profitieren die Zertifikate unbegrenzt. Seit Wochen schwächelt der Euro gegenüber dem US-Dollar. Und die meisten Experten gehen davon aus, dass sich daran so schnell nichts ändern wird.

Am Mittwoch ist die Gemeinschaftswährung das erste Mal seit vergangenen November wieder unter die Marke von 1,34 Dollar gerutscht.
Anfang Mai kratze der Wechselkurs noch an der Marke von 1,40 – doch dann verfestigte sich wegen der anhaltenden Wirtschaftserholung in den USA die Aussicht auf einen allmählichen Rückzug der US-Notenbank aus der ultralockeren Geldpolitik. Zuletzt ist etwa das Verbrauchervertrauen in den Vereinigten Staaten deutlich gestiegen - auf den höchsten Stand seit Oktober 2007. In Europa hingegen verläuft laut die wirtschaftliche Erholung deutlich langsamer. Das spiegelt sich auch am Devisenmarkt wider.

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