Musterdepots
Schlechte US-Konjunktur? Kein Problem.

Die US-Wirtschaft hat in April besonders wenige neue Jobs geschaffen. Kein Grund zur Sorge, meint „Handelsblatt”-Autor Daniel Hupfer. Er schaut lieber auf einen anderen Indikator.

DüsseldorfDer US-Arbeitsmarktbericht für den Monat April hat die Erwartungen etwas enttäuscht. So wurden nur 160.000 neu Stellen geschaffen, dies ist der geringste Zuwachs seit sieben Monaten. Die Arbeitslosenquote lag mit fünf Prozent auf einem unverändert niedrigen Niveau. Die Zahlen geben aus unserer Sicht keinen wirklichen Anlass zur Sorge, da die statistische Zuverlässigkeit dieses Berichtes ohnehin gering ist.

Positiv zu Buche schlägt die Tatsache, dass sich der Anstieg der Stundenlöhne etwas beschleunigt hat, sodass der US-Konsument zukünftig etwas mehr Geld in der Tasche haben wird. Die Aktienmärkte reagierten dennoch mit Abschlägen auf diese Zahlen. Da zuletzt die Mehrzahl der US-Wirtschaftsdaten schlechter als erwartet ausgefallen ist, gibt es angesichts der vergleichsweise hohen Bewertung von US-Aktien derzeit kaum neue Kaufargumente, neue Höchstkurse sind somit nicht wahrscheinlich.

Bei der Betrachtung verschiedener Anlageklassen fällt auf, dass die Börsianer in vergangenen Tage eher in einem „risk-off“-Modus waren. Es wurden sichere Staatsanleihen gegenüber Aktien bevorzugt und Gold verteuerte sich weiter. Auch hier bewirkten die Arbeitsmarktzahlen einen kurzfristigen Kurssprung von mehr 15 USD je Unze. Seit Jahresbeginn verteuerte sich das Edelmetall auf USD-Basis um mehr als 20%.

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