Musterdepots
Schwankungen beim Dax zu erwarten

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Ulf Sommer wirft einen Blick auf die Minuszeichen an der Börse.
  • 1

Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

An der Börse überwogen zuletzt die Minuszeichen: Den rekordhohen Ifo-Index, der auf der regelmäßigen Umfrage unter 7000 deutschen Unternehmen basiert, bewerten Anleger nicht euphorisch, sondern als Signal, dass es künftig eher abwärtsgehen wird. Und den niedrigen Ölpreis beurteilen viele nicht als Preisgeschenk für Unternehmen und Verbraucher, sondern als Indikator für eine sich vielleicht verschlechternde Konjunktur. Ob sich aus den Gewitterwolken, die Helaba-Experte Markus Reinwand diagnostiziert, aber tatsächlich ein Unwetter entwickelt, ist noch offen.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Die gestiegene Inflation hat im ersten Quartal dafür gesorgt, dass die Reallöhne in Deutschland mit 0,6 Prozent schwächer als in den letzten Jahren gewachsen sind. Die höhere Teuerungsrate macht allerdings nicht nur nominale Lohnsteigerungen zunichte. Da die Spareinlagen aktuell keine nennenswerten Zinsen abwerfen, leidet auch das Geldvermögen unter dem Verlust der Kaufkraft. Dabei wird oft vergessen, dass der Zinseszinseffekt nicht nur in die positive, sondern auch, wie bei der Inflation, in die negative Richtung wirkt. Eine Alternative wären langfristige Investitionen in Sachwerte, etwa Aktien.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Die Seitwärtsbewegung am Aktienmarkt setzt sich fort. Rekordhochs wechseln sich mit Verkaufswellen ab. So haben wir es in den USA bei den Technologiewerten gesehen. Achtsam bleiben ist unsere Devise. Der niedrige Volatilitätsindex V-Dax könnte ein Vorbote für fallende Kurse sein. Er notiert nahe seinem Zehnjahrestief. Wir erwarten für die nächsten Monate eine potenzielle Schwankungsbreite von mindestens 900 Punkten im Dax. Das bedeutet, dass die 12.000 Punkte wieder unterschritten, aber auch kurzzeitig die 13.500 Punkte überschritten werden könnten.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Kommentare zu " Musterdepots: Schwankungen beim Dax zu erwarten"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Sehr geehrter Herr Dr. Sommer,

    bei Ihren 10 größten Börsenirrtümern ist die Kommentarfunktion defekt. Reden wir deshalb an dieser Stelle einmal über das Börsenrisiko.

    Sie erwähnen die Verlustphase von Anfang 2000 bis März 2003, in der der DAX-Anleger 75 % seiner Ersparnisse verlor. Schon wenige Jahre später, von Anfang 2008 bis März 2009, verlor der DAX-Anleger schon wieder 55 % seiner Ersparnisse. Dass man zu anderen Zeiten auch viel Geld verdienen konnte, bestreitet niemand.

    Aber der Gesamteindruck ist eben: "Börse ist wie Spielcasino". Wenn man Pech hat, sind die Ersparnisse weg. Wenn man Glück hat, verdient man viel.

    Wer hält das eigentlich aus? Wer hält es aus, dass plötzlich und über Nacht die Hälfte oder gar drei Viertel seines Geldes verschwindet? Vielleicht ein paar Besserverdiener, die nur wegen des Nervenkitzels mit ein paar Tausend EURO herumzocken.

    Aber wenn es um die Ersparnisse Ihres Arbeitslebens und das Erbe Ihrer Eltern geht? Meine Meinung: Alles Geld auf eine Karte zu setzen, ist eine bodenlose Dummheit. Jeder Vermögensberater wird Ihnen sagen, dass Sie Ihr Geld über verschiedene Anlageklassen streuen müssen. "asset alloction" nennt man das. Schon mal von gehört?

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%