Musterdepots: Schwellenländer-Krise ade?

Musterdepots
Schwellenländer-Krise ade?

Nach den jüngsten Turbulenzen ist der Verkaufsdruck auf die Schwellenländer   erst einmal   abgeklungen. Daniel Hupfer mahnt dennoch zur Vorsicht. Auch Georgious Kokologiannis sieht weiterhin große Gefahren.
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Oftmals wird über Investments gesprochen, die bereits getätigt wurden. Die Arbeit im Portfoliomanagement besteht aber auch darin, sich gegen etwaige Investments zu entscheiden bzw. das richtige Timing zu treffen. Daher findet nur der geringste Teil der potentiell interessanten Wertpapiere den Weg in unser Portfolio. So verhält es sich in der aktuellen Phase auch mit möglichen Investitionen in den Emerging Markets.

Sicherlich gehören Aktien oder Anleihen aus dieser Region in ein gut diversifiziertes Portfolio, allerdings sprechen wir uns im Moment dagegen aus, da seit Jahresbeginn die Krisen in den Wachstumsmärkten gezeigt haben, wie empfindlich diese auf jegliche externe Effekte (politische und wirtschaftliche) reagieren. Allerdings sollte man nicht alle Schwellenländer über einen Kamm scheren, sondern versuchen zu differenzieren. So weist beispielsweise der chinesische Aktienmarkt ein interessante Bewertungsniveau auf. Nun ist es erforderlich, den richtigen Einstiegszeitpunkt für diesen Markt zu finden.

Wir legen momentan bei der Betrachtung von denkbaren Investments in Schwellenländern daher unseren Fokus auf nur wenige Emerging Markets. Wie bereits erwähnt sehen wir Möglichkeiten in China oder bspw. auch Mexiko. Dagegen erscheinen Investitionen in Staaten wie der Türkei oder Brasilien verfrüht. Hier sollten Anleger die weitere Entwicklung abwarten. Zwar könnten die Börsen dieser Länder schon ein Stück einer erwarteten Beruhigung vorweggenommen haben, bevor wir investiert wären, dennoch verzichten wir bewusst auf solche Pioniergewinne und würden uns erst in diese Märkte begeben, wenn sich die Lage nachhaltig entspannt hat.

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