Musterdepots
Sind die Börsenverluste übertrieben?

Musterdepotstratege Daniel Hupfer macht sich seine Gedanken über die Zukunft Europas nach dem Referendum der Briten. Und fragt sich, warum das friedensstiftende Projekt Europa neue Konflikte und Spannungen auslöst.

FrankfurtDas britische Referendum könnte für Europa zu einem der wichtigsten Wendepunkte der jüngeren Geschichte werden. Denn die Tatsache, dass in Großbritannien knapp über die Hälfte der Bevölkerung von der Idee begeistert werden kann, die größte Wirtschaftsregion der Welt zu verlassen, in der etwa 50 Prozent des Welthandels abgewickelt werden, spricht Bände.

Irgendetwas muss fundamental schief gelaufen sein, wenn das friedensstiftende Projekt Europa immer weniger Begeisterung hervorruft, sondern ganz im Gegenteil neue Konflikte und Spannungen auslöst. Dabei ist Großbritannien kein Einzelfall.

Käme es beispielsweise in Frankreich zu einem ähnlichen Referendum, wäre der Ausgang alles andere als eindeutig. Die Bertelsmann-Stiftung hat eine Umfrage durchgeführt, nach der nur 52 Prozent der Franzosen in einem französischen Referendum für einen Verbleib wären, und auch in Italien sieht die Zustimmung mit einem Wert von 54 Prozent nicht viel besser aus. Es ist auch nicht besonders vertrauensfördernd, wenn nur 41 Prozent der Franzosen weiterhin Großbritannien als Mitglied in der EU wünschen.

Selbst in Deutschland hält sich die Begeisterung für eine EU-Mitgliedschaft Großbritanniens in Grenzen; nur 54 Prozent der Deutschen wünschen einen Verbleib. Daneben gewinnen in ganz Europa immer mehr Parteien Auftrieb, die eine prinzipiell destruktive Haltung gegenüber EU-Institutionen einnehmen.

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