Musterdepots
Spekulation gegen den Strom

Aktuelle Stimmungsumfragen zeigen: Die Skepsis der Marktteilnehmer über die künftige Wertentwicklung der Aktienmärkte wächst. Daniel Hupfer sieht die negative Stimmungslage allerdings als ein Signal für neue Zukäufe.
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Die Stärke der Aktienmärkte in den vergangenen Tagen ist schon beeindruckend. Der amerikanische S&P500 ist nach der kleinen Korrektur wieder zurück auf den Höchstständen. Auch der Dax ist nur noch knapp von den All-time-highs von Mitte Januar entfernt. Vor dem Hintergrund weniger guter Konjunkturdaten aus den USA und einer durchwachsenen Unternehmens-Berichtssaison in Europa zeigen die Märkte damit eine erstaunliche Widerstandsfähigkeit. Dabei wird die Skepsis der Marktteilnehmer über die zukünftige Wertentwicklung der Aktienmärkte immer größer.

Sentimentumfragen zeigen hier derzeit ein eindeutiges Bild. Aus unserer Sicht ist die negative Stimmung ein Kontraindikator. Letztendlich heißt dies doch, dass viele Marktteilnehmer sich schon entsprechend vorsichtig positioniert haben. Das Überraschungspotential sollte somit eher auf der positiven Seite liegen.

Die Aktien von Merck KGaA sind nach der Meldung, dass der Finanzvorstand das Unternehmen verlässt und als CEO zu Lanxess geht, deutlich eingebrochen. Allein an einem Tag verlor die Aktie über 10 € an Wert. Im Rahmen der leichten Konsolidierung des Aktienmarktes betrug der Kursabschlag auf der Merck Aktie sogar über 20 €. Mittel- bis langfristig werden aus unserer Sicht die Aktienkurse aber von fundamentalen Nachrichten geprägt, so dass wir den Kursabschlag aufgrund einer Nachricht für übertrieben halten. Aktuell hat die Aktie bereits einen großen Teil des Kursabschlags wieder aufgeholt. Im Chartverlauf zeigt sich aber weiterhin eine große Kurslücke, die bei Kursen um 132 € wieder geschlossen wäre. Wir halten dies in den kommenden Wochen für möglich und bleiben daher weiter positioniert.

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