Musterdepots
Taktgeber USA gerät ins Stocken

Die richtungsweisende Wall Street befindet sich auf einem Konsolidierungskurs. Der Dax dürfte laut Musterdepot-Autor Georgios Kokologiannis davon beeinflusst werden. Die Wachstumschancen sind begrenzt.
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Des eine Freud ist des anderen Leid: Während die aktuelle Euro-Schwäche den Optimisten als zentrales Kaufargument für europäische Akten dient, leiden in den USA die Unternehmen im Gegenzug unter der Dollar-Aufwertung. Nach Angaben der DZ Bank setzt die Stärke der US-Währung ausgerechnet den großen börsennotierten Firmen an der Wall Street besonders zu.

Das liege daran, dass die Gesellschaften im Leitindex S&P 500 jeden dritten Dollar Umsatz außerhalb der USA erzielten und daher deutlich stärker unter der Aufwertung des Greenbacks litten als die US-Wirtschaft insgesamt, die nur jeden zehnten Dollar im Ausland umsetzt. Die Folge: Reihenweise reduzierten Wall-Street-Konzerne zuletzt ihre Gewinnerwartungen.

Auch die Gewinnschätzungen der Analysten für den S&P 500 befinden laut der DZ Bank seit geraumer Zeit im Sinkflug. Sollte der Revisionstrend in den kommenden Wochen anhalten, könne das Gewinnwachstum für das Gesamtjahr 2015 erstmalig seit 2009 wieder negativ ausfallen.

Dies dürfte neben dem Ende des Anleihekaufprogramms der US-Notenbank maßgeblicher Grund dafür sein, dass die Aktiennotierungen an der Wall Street unterm Strich seit dem vergangenen Spätherbst nahezu auf der Stelle treten. Da die US-Börsen wichtigster Taktgeber für die Aktienmärkte weltweit sind, werden sich auch Dax & Co. nicht dauerhaft von dieser Entwicklung abkoppeln können.

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