Musterdepots
US-Aktien entwickeln sich stärker als europäische

In den USA kommt die Konjunktur allmählich in Fahrt. Davon profitieren die US-Einzelwerte. Europäische Aktien hingegen bieten kaum noch Gewinnchancen. Daniel Hupfer setzt daher vermehrt auf amerikanische Titel.
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Betrachtet man die Gruppe der Industrieländer, kommen positive Wirtschaftsnachrichten vor allem aus den USA und Großbritannien. In beiden Ländern hat sich die Konjunktur gefestigt, weil sich nicht zuletzt auch der Bankensektor von den Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise schneller erholt hat, als dies in der Eurozone der Fall ist. Weniger positiv als in den USA ist hingegen die Konjunkturentwicklung in Japan und in der Eurozone zu beurteilen. Zwar hat die als „Abenomics“ bezeichnete Wirtschaftspolitik von Premierminister Shinzo Abe das Wirtschaftswachstum in Japan im vergangenen Jahr stark beflügelt, zuletzt häuften sich jedoch wieder die schlechteren Wirtschaftsnachrichten.

Ähnlich trist sieht das Bild für die Eurozone aus. So ist das Wachstumstempo in diesem Jahr bislang hinter den ohnehin schon bescheidenen Erwartungen zurückgeblieben. Dies liegt zu einem großen Teil an der sehr schwachen Wirtschaftsentwicklung in Frankreich und Italien. In unserem Depot spiegelt sich dies derzeit wider; während sich die US-Aktien ordentlich entwickeln, bleibt die Performance der europäischen Titel hinter unseren Erwartungen zurück.

Leider ist für die Eurozone auch in den nächsten Quartalen kein Aufschwung in Sicht, der diesen Namen verdienen würde. Stattdessen haben zuletzt sogar die konjunkturellen Risiken wieder zugenommen. Grundsätzlich bleibt es bei der Einschätzung, dass der Euroraum ohne Strukturreformen, vor allem in Frankreich und Italien, nicht auf einen nachhaltigen Wachstumspfad zurückfinden wird. Irland, Spanien und Portugal sind Beispiele dafür, dass strukturelle Reformen zu mehr Wettbewerbsfähigkeit und damit auch zu mehr Wachstum führen. Auch Deutschland ist hier als Erfolgsmodell zu nennen.

Allerdings zeigt sich hierzulande, dass sich die Politik auf den erzielten Erfolgen ausruht und nach und nach politische Beschlüsse gefasst werden, die die Wettbewerbsfähigkeit wieder verschlechtern (Mindestlohn, Rente mit 63 Jahren, Energiewende). Konjunkturprogramme, wie sie von manchen europäischen Politikern gefordert werden, sind nicht die Lösung, um das Wachstum in der Eurozone dauerhaft zu beflügeln. Die Entwicklung Japans in den vergangenen zwei Jahrzehnten ist das beste Beispiel dafür, dass die Wirkung solcher Maßnahmen schnell verpufft, wenn nicht gleichzeitig auch Strukturreformen beschlossen werden. Insofern können Konjunkturprogramme notwendige Reformen allenfalls flankieren, aber nicht ersetzen.

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  • Gratuliere, diese Einsicht ist mir schon vor einiger Zeit gekommen, na dann kann es ja weiter gehen!

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