Musterdepots
Verfehlte Erwartungen werden hart bestraft

Musterdepot-Autor Daniel Hupfer hält trotz der schwachen Zahlen an BASF fest und begründet dies mit markttechnischen Faktoren. Seiner Meinung nach ist der Aufwärtstrend beim Chemieriesen noch intakt.
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BASF hat die Zahlen für das zweite Quartal bekannt gegeben. Leider konnten die Ergebnisse die Börsianer nicht überzeugen. Die Aktie reagierte in einem positiven Börsenumfeld mit einem Verlust von zirka zwei Prozent. In der Summe steigerte das Unternehmen die Produktion, blieb aber in den Kennzahlen Umsatz und Gewinn hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Auf Jahresbasis wuchs der Quartalsumsatz dennoch um ein Prozent und das Ebit sogar um 14 Prozent.

Als Grund für die Abweichung gibt das Unternehmen Wechselkursschwankungen und ein geringeres Wirtschaftswachstum an. Hier zeigen sich auch die Auswirkungen eines starken Euros im ersten Halbjahr 2014. Das Management erwartet für das Gesamtjahr nunmehr einen leicht rückläufigen Umsatz, während aber der Gewinn noch leicht gesteigert werden soll. In der Summe sind das für uns solide Quartalsergebnisse, und wir halten an dem Titel weiter fest. Mit einem KGV von 14 und einer Dividendenrendite von mehr als drei Prozent sind die Aktien von BASF moderat bewertet und lassen weitere Kursgewinne erwarten.

Unternehmen, welche die Erwartungen verfehlen, werden in diesen Tagen deutlich abgestraft. Da mag sicherlich die zum Teil zu hohen Erwartungen der Analysten eine der Ursachen sein. In einer derartigen Situation schauen wir in einem weiteren Schritt auf die Markttechnik. Die Aktie von BASF hat schon in den Tagen zuvor zur Schwäche geneigt und notiert aktuell an der 200 Tage-Linie, welche eine erste Unterstützung bieten sollte. Weiter gibt es einen intakten Aufwärtstrend. Erst wenn die Marke von 80 Euro je Aktie deutlich unterschritten wird gibt es aus unserer Sicht Handlungsbedarf.  

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