Musterdepots Vermeintlich attraktive Aktien in Europa

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Stratege Ulf Sommer schaut genau auf die Strategie internationaler Fondsmanager.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Seit Monaten empfehlen Fondsmanager und Analysten, auf Aktien in Europa zu setzen. Jetzt wissen wir, warum. Internationale Fondsmanager halten derzeit so viele europäische Aktien wie seit über fünf Jahren nicht mehr. Das ermittelte die Nachrichtenagentur Reuters. Daraus folgt: Die Fondsmanager beabsichtigen nicht den Kauf, sondern sie haben es bereits getan. Jetzt hoffen sie auf steigende Kurse. Vorausgesetzt, die Aktienquote für europäische Titel steigt nicht immer weiter, erscheint das Kurspotenzial also begrenzt. Anleger, die jetzt einsteigen, könnten also zu spät kommen.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Der Börsenmonat August ist an den internationalen Aktienbörsen wenig dramatisch verlaufen. Die Unsicherheiten wegen der Raketentests in Nordkorea, die die Aktienmärkte von Anfang bis Mitte des Monats unter Druck gesetzt hatten, haben dazu beigetragen, dass die wichtigsten europäischen und japanischen Indizes die Berichtsperiode leicht im Minus abgeschlossen haben. So verzeichnete der Euro Stoxx 50 unterm Strich eine negative Performance von -0,8 Prozent, der Dax verlor 0,5 Prozent. Der US-amerikanische S&P 500 Index schloss den Börsenmonat neutral ab. Außerdem belastend: Die fortsetzende Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar, die Anfang des Jahres gestartet ist.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Seit 13 Monaten wird das Privatbank-Depot nach Nachhaltigkeitskriterien geführt. Ziel ist es, mit langfristigen, schwankungsarmen Positionen eine Rendite von fünf Prozent pro Jahr zu erwirtschaften. Der Aktienanteil des Depots soll die Hälfte des Gesamtkapitals nicht übersteigen. Von August 2016 bis heute ist das Gesamtkapital um etwa neun Prozent gestiegen. Auf das Gesamtjahr bezogen beträgt der Wertzuwachs knapp vier Prozent. Bis zum Jahresende wird der Kapitalmarkt von der Korea-Krise und anderen Herausforderungen beeinflusst. Deshalb sind wir weiterhin sehr vorsichtig in unserer Ausrichtung.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

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1 Kommentar zu "Musterdepots: Vermeintlich attraktive Aktien in Europa"

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  • Sehr geehrter Herr Dr. Sommer,

    ich weiß, wie schwer Sie sich bei Ihren Aktienanlagen tun. Amerikanische Gesellschaften sind in Ihren Augen überteuert und wegen der Aktienrückkäufe zudem oft auch überschuldet. Und mit europäischen Titeln haben sich die internationalen Fondsmanager in Ihren Augen bereits so stark eingedeckt, dass kaum noch Anschlußkäufe zu erwarten sind. Was tun bei diesem Anlagenotstand?

    Ich hätte Ihnen vielleicht eine Idee. Sie kennen doch Altbundeskanzler Gerhard Schröder. Er hat unser Land als kranken Mann Europas vorgefunden, dann aber mit seiner Agenda 2010 und seinen Harz-Reformen die stärkste Exportmacht der Welt daraus gemacht. Schröder wird nun voraussichtlich den Aufsichtsratsvorsitz der russischen Öl- und Gasfirma Rosneft übernehmen. Dass damit für Rosneft, aber auch für die gesamte russische Wirtschaft ein kometenhafter Aufstieg vorgezeichnet ist, wird Ihnen sicher einleuchten.

    Darum kaufen Sie Rosneft. Aber bitte nicht weiter sagen.

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