Musterdepots
Vielsagendes Schweigen

Nach dem Zwölf-Monats-Tief beim Dax wundert sich Georgios Kokologiannis nur augenscheinlich über die plötzliche Stille einiger Experten. Und Daniel Hupfer warnt vor einem überhasteten Ausstieg aus dem Aktienmarkt.
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Seltsam still geworden ist es um die Börsenexperten, die selbst bei einem fünfstelligen Dax-Stand noch zum Einstieg in den Aktienmarkt geblasen haben. Vor wenigen Wochen hieß es noch Dividendenpapiere seien für praktisch jeden Anleger alternativlos – wenn auch: zugegebenermaßen „nicht mehr ganz billig“.

Hauptargument damals: Die Renditeaussichten für Anleihen seien noch schlechter als bei Aktien. Konjunkturelle Warnsignale, die es in Europa seit Anfang des Jahres immer wieder gab, wurden als „vorübergehende Ausreißer“ und „nicht überzuinterpretierende Dellen“ abqualifiziert.

Nach dem jüngsten Einbruch am Aktienmarkt müssten sich die bisherigen Dauer-Optimisten jetzt eigentlich erst recht überschlagen mit erneuten Kaufempfehlungen – zumal die Renditen am Anleihemarkt zeitgleich weiter geschrumpft sind. Stattdessen üben sich die (Ex?-)Bullen in vornehmer Zurückhaltung - und hüllen sich in vielsagendes Schweigen.

Ich sehe mich bestätigt in meiner defensiven Depotausrichtung, die ich bereits seit Auflegung des Musterportfolios verfolge: Während der Dax mittlerweile knapp neun Prozent unter seinen Stand vom Anfang dieses Jahres eingebrochen ist, liegt das Handelsblatt-Depot mit über sieben Prozent komfortabel im Plus. Zudem hat es sich seit dem Start im Januar mehr als dreimal stärker entwickelt als der europäische Benchmark-Index Stoxx 50 – bei gleichzeitig erheblich geringeren Wertschwankungen.

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