Musterdepots
Vom Ende der US-Niedrigzinsphase profitieren

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Stratege Ulf Sommer beschäftigt sich bei seinem Depotcheck mit der Allianz-Aktie.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Depotcheck 3: Wie erhofft profitiert unser drittgrößter Depotwert Allianz vom Ende der US-Niedrigzinsphase. Anlagen in Dollar-Anleihen erbringen wieder Zinsen. Darüber hinaus überzeugt die Allianz mit einem starken Geschäft. Die Aktie zählt mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von zehn zu den preiswertesten im Dax. Obendrein überzeugt der Versicherer mit einer hohen Ausschüttung. Bei einer Dividende von vermutlich 7,90 Euro im nächsten Frühjahr errechnet sich auf Basis des aktuellen Kurses eine Dividendenrendite von vier Prozent. Die Aktie bleibt eine starke Halteposition.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Unser Musterdepot beinhaltet neben einem Aktienkernportfolio fünf Zertifikate der Social Trading Plattform Wikifolio. Drei haben im November ihr jeweiliges Allzeithoch markiert. Dazu gehören das „Dividende und Eigenkapital Deutschland“ von Holger Degener, das „ETF-Werte des ICAX“ von Uwe Freier und das „SR Wisdom Capital spekulativ“ von Sebastian Reese. Während das erste Wikifolio auf Basis fundamentaler Kriterien verwaltet wird, investiert Uwe Freier in Unternehmen, die den Großteil ihres Umsatzes im Internet erzielen. Sebastian Reese setzt bei seinem Wikifolio einen marktneutralen Trading-Ansatz um.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Derzeit hat der Markt Rückenwind durch starke Unternehmensergebnisse und eine gut laufende Konjunktur. Politische Entwicklungen sorgen jedoch für Unsicherheit. Die gute Laune wird von der Sorge des US-Government-Shutdown getrübt. Eine Zinserhöhung der US-Notenbank um weitere 25 Basispunkte in der kommenden Woche ist unserer Erachtens am Markt bereits eingepreist. An den Terminmärkten ist ein solcher Schritt zu über 90 Prozent wahrscheinlich. Es wäre die dritte Straffung in diesem Jahr. Zuletzt hatte die Fed im Juni ihren Leitzins um 25 Basispunkte erhöht.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

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