Musterdepots
Vom Waisen- zum Zockerpapier

Georgios Kokologiannis schaut sich die Energieversorger an und stellt fest: Sie sind zu Traumaktien für Spekulanten geworden. Die beiden anderen Autoren besinnen sich auf Fundamentales – und blicken auf die Konjunktur.

Man mag es kaum glauben: Früher waren die Aktien der Energieversorger sogenannte Witwen- und Waisenpapiere. Anteilsscheine, mit denen sich eine regelmäßig hohe Dividende bei gleichzeitig geringen Kursschwankungen erzielen ließ.

Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Der Kurs von RWE ist in den vergangenen fünf Jahren von 50 Euro auf zwischenzeitlich unter zehn Euro gefallen. Ähnlich der Verlauf des Eon-Papiers, das 25 Euro im Jahr 2011 auf unter 7,50 Euro rutschte. Und die RWE-Dividende ist von 3,50 Euro auf mittlerweile ein Euro gekürzt worden.

Nun sind diese Titel auch noch zu Zockerpapieren geworden. Zwischenzeitliche Pluszeichen in zweistelliger Höhe am Montag dieser Woche, wieder deutliche Verluste einen Tag später. Die Schwankungsbreite dieser Titel ist enorm angestiegen. Solange die Titel ein Spielball der Politik bleiben und die Unternehmen noch kein neues nachhaltiges Geschäftsmodell entwickelt haben, sind sie auch kein Investment für einen langfristig orientierten Anleger.

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