Musterdepots
„Vorsatz oder Fahrlässigkeit?“

Die Autoren sind über den Richtungswechsel der Fed verwundert. Allerdings bewerten sie diesen Schritt unterschiedlich. Janet Yellen will die milliardenschweren Anleihekäufe doch noch länger fortsetzen als geplant.
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Die amerikanischen Aktienmärkte haben die Schwäche der letzten Tage nahezu wieder ausgeglichen. Am Mittwochabend half die Veröffentlichung des Protokolls der letzten Sitzung der US-Notenbank Fed. Aussagen mehrerer Mitglieder des Offenmarktauschusses, dass die jüngste Projektion der Fed die Geschwindigkeit der Leitzinserhöhungen wohl überzeichne, halfen den Aktienmärkten auf die Sprünge.

In Europa sorgte die Ankündigung Griechenlands für Beachtung, nach mehr als vierjähriger Abstinenz am Kapitalmarkt eine fünfjährige Anleihe begeben zu wollen. Die gelungene Platzierung der Anleihe wird das Vertrauen der Anleger in die europäische Peripherie stärken, so dass das Kapitel Eurokrise zunehmend in den Hintergrund tritt. Letzteres ist aber auch auf die Reformen zurückzuführen, die in vielen Staaten der Peripherie angegangen worden sind und sich zunehmend auf die Stabilität der Länder positiv auswirken.

Die sehr erfolgreiche Emission der fünfjährigen Griechenlandanleihe (Rendite: 4,95 Prozent per anno) zeigt den noch immer unvermindert anhaltenden Anlagedruck sehr deutlich. Das Emissionsvolumen beläuft sich auf drei Milliarden Euro und hätte der griechische Staats alle vorhandenen Zeichnungsangebote der Anleger akzeptiert, wäre das Volumen der Anleihe auf mehr als 20 Milliarden Euro angewachsen. Das Risiko eines erneuten Kapitalschnittes wird von den Anlegern in den Hintergrund gedrängt, denn die Probleme in Griechenland sind keinesfalls gelöst. Zudem waren sicherlich einige Trader dabei, die auf kurzfristige Kursgewinne spekulieren, aber ein großer Teil der Anleger wird diese Anleihe auch über einen längeren Zeitraum halten.

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