Musterdepots Warnung vor dem „Schwarzen Schwan“

Devisenspekulanten droht Ungemach, warnt jetzt das Analysehaus Sentix. Die Fachleute untersuchen regelmäßig die Stimmung der Anleger und ziehen daraus Schlüsse für die weitere Entwicklung an den Finanzmärkten.
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Georgios Kokologiannis Quelle: Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

(Foto: Pablo Castagnola)

Die Fachleute des Analysehaus Sentix warnen vor überraschende Verluste am Devisenmarkt. Ein Indikator, der die Markteinschätzung für den Wechselkurs des Dollars zum Euro misst, deute darauf, dass so viele Investoren wie noch nie ein Erstarken der Gemeinschaftswährung erwarten. Doch hierdurch entstehe die Gefahr eines sogenannten „Schwarzen Schwans“ – also das Risiko, dass ein extrem seltenes und unvorhergesehenes Ereignis viele Anleger auf dem falschen Fuß erwischt.

Auch ich bin eigentlich von einer mittelfristigen Euro-Abwertung überzeugt – zu denken gibt mir die Sentix-Argumentation dennoch.

Fakt ist: Gegen den Euro und für den Dollar spricht vor allem das Auseinanderklaffen der Geldpolitik diesseits und jenseits des Atlantiks: Während das Geld in der Euro-Zone noch lange Zeit ultrabillig bleiben soll, zeichnen sich in den USA bereits die ersten Zinserhöhungen ab.

Richtig ist aber auch: Je mehr Investoren sich bereits pro Dollar positioniert haben und die US-Währung schon gekauft haben, desto weniger Kurspotenzial verbleibt dem Wechselkurs nachvollziehbarer Weise. Dafür steigt im Gegenzug jedoch die Gefahr eines sich selbst verstärkenden Prozesses, falls sich diese „Konsensspekulation“ als falsch erweist, nach und nach immer mehr Investoren zum Umschwenken gezwungen werden – und Dollar-Positionen wieder auf den Markt werfen.

Erfolgreicher Auftakt in die Berichtsaison
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