Musterdepots
Warum die Autobauer-Aktien billig sind

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Ulf Sommer widmet sich den starken Zahlen der deutsche Autobauer – und der Marktreaktion.
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Ulf Sommer, Handelsblatt

Daimler verdient in nur drei Monaten operativ vier Milliarden Euro und damit fast doppelt so viel wie vor einem Jahr. Doch die Aktie reagiert kaum. Ohnehin fällt auf, dass alle drei Auto-Aktien im Dax, neben Daimler auch BMW und VW, gemessen an den Unternehmensgewinnen mit Abstand am billigsten sind. Haben Aktionäre diese drei Werte vergessen? Wohl kaum. Vielmehr überwiegt die Sorge, dass die deutschen Autobauer zu sehr auf alte Technologien wie Benzin und Diesel setzen und deshalb künftig weniger verdienen. Hinweise darauf gibt es – noch – nicht, wie Daimler beweist.

Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Die Aktie des weltgrößten Bergbaukonzerns BHP Billiton gehört zu unseren erfolgreichsten Investments. Einer der größten Aktionäre ist mit einem vierprozentigen Aktienpaket die Hedgefonds-Gesellschaft Elliott Advisors. Diese hat BHP nun aufgefordert, das 22 Milliarden Dollar schwere US-Ölgeschäft abzuspalten und mehr Geld an Aktionäre auszuschütten. Der BHP-Chef Andrew Mackenzie lehnte ab. Es sei aufgrund der mit dem Umbau verbundenen hohen Kosten nicht im langfristigen Interesse der Aktionäre. Wir halten die BHP-Aktie weiter und beobachten, wie sich dieser Streit entwickelt.

Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Die Aktienmärkte stehen auf Rekordniveaus. Die Bilanzsaison lieferte gute Ergebnisse, Dividendenzahlungen erreichen ein neues Hoch, und die Zuversicht ist groß. Dennoch ist für uns die Wahrscheinlichkeit, dass der Dax auf 14.000 Punkte steigt, deutlich geringer als die einer Frühlingskorrektur – insbesondere vor dem Hintergrund der Frankreich-Wahl. Zwar sehen die Umfragen eher keinen Sieg von Marine Le Pen, möglich ist er aber dennoch. Sollte der Dax weiter ansteigen, so würden wir die Aktienpositionen absichern und die Goldposition auf acht bis zehn Prozent aufstocken.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

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