Musterdepots
Was hat Chinas Notenbank vor?

Mit der Yuan-Abwertung sorgten die Währungshüter aus Peking für einen Paukenschlag. Daniel Hupfer wagt einen Ausblick. Und Alexander Kovalenko nimmt sich diese Woche mal Zeit, seine Anlagestrategie genauer zu erläutern.
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Die chinesische Zentralbank hat mit einer überraschenden Intervention am Devisenmarkt den Kurs des Yuan im Vergleich zum US-Dollar um fast zwei Prozent abgewertet. Begründet wurde der Schritt im Hinblick auf die zukünftige größere Rolle des Marktes bei der Ermittlung des Kurses.

Derzeit handelt der Yuan in festgelegten Bandbreiten um einen von der chinesischen Zentralbank festgelegten Fixpunkt. Ob mehr hinter dieser Abwertung steht, die immerhin eine Abkehr von der bis dato verfolgten Strategie der moderaten Aufwertung des Yuan darstellt, darüber kann nur spekuliert werden.

Fakt ist, dass die Abwertung in eine Phase fällt, in der das chinesische Wachstumsziel von 7 Prozent für das laufende Jahr in Gefahr gerät. Denn die Exporte waren zuletzt im Jahresvergleich um 8,3 Prozent eingebrochen und auch die gestern veröffentlichten schwachen PKW-Absatzzahlen deuten auf eine weitere Wachstums-verlangsamung hin.

Der Yuan hat im vergangenen Jahr über 20 Prozent gegenüber dem Euro aufgewertet, so dass die chinesischen Exporteure an Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt haben. Profiteur dieser Entwicklung war vor allem die deutsche Industrie, die über Währungsgewinne ihre Margen zusätzlich verbessern konnten.

Eine Umkehr des Yuan-Wechselkurses zum Euro bedeutet für die hiesige Industrie von daher Gegenwind. Umso wichtiger wird es in den kommenden Wochen und Monaten zu beobachten sein, ob die Intervention wie angekündigt eine einmalige Aktion ist, oder ob es sich damit um den Beginn einer neuen geldpolitischen Ausrichtung der Chinesen handelt.

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