Musterdepots: Was Schäuble glücklich macht

Musterdepots
Was Schäuble glücklich macht

Viele Beschäftigte, hohes Realeinkommen, günstiges Öl. Der deutsche Verbraucher kann so viel Geld ausgeben wie lange nicht mehr. Aber nicht nur das beschert Schatzmeister Schäuble die schwarzer Null, weiß Daniel Hupfer.
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Wie schon im vergangenen Jahr ist die deutsche Wirtschaft auch 2015 mit Schwung in das neue Jahr gestartet. Allerdings wurden diese erfreulichen Aussichten im Jahr 2014 durch einen starken Einbruch im Frühjahr und Sommer temporär getrübt. Im Gegensatz dazu gibt ein Kernfaktor in diesem Jahr berechtigte Hoffnung, dass dieses Szenario sich nicht wiederholt: der private Konsum.

Ein wichtiger Grund für die gestiegene Kauflaune der Deutschen ist die Situation auf dem Arbeitsmarkt, die in der letzten Zeit für steigende Beschäftigung und höhere reale Einkommen gesorgt hat. Im Jahr 2014 lag die durchschnittliche Arbeitslosenzahl bei rund 2,9 Millionen und damit etwas niedriger als 2013. Für 2015 erwarten wir einen weiteren leichten Rückgang auf 2,85 Millionen. Da der private Konsum mit einem Anteil am Bruttoinlandprodukt von rund 60 Prozent die wichtigste Komponente darstellt, sind dies auch gute Nachrichten für die gesamte Volkswirtschaft.

Laut Statistischem Bundesamt trugen die Verbraucher mit ihren Ausgaben wesentlich dazu bei, dass das Bruttoinlandsprodukt von Oktober bis Dezember um 0,7 Prozent  zum Vorquartal anstieg. Damit ist die deutsche Wirtschaft im letzten Quartal 2014 mehr als doppelt so stark gewachsen wie erwartet und schließt das Jahr mit einem soliden Gesamtwachstum von 1,6 Prozent ab.

Die Verbraucher steigerten ihren Konsum Ende 2014 um 0,8 Prozent, aber auch die Unternehmen investierten 0,4 Prozent mehr in Maschinen und Anlagen. Auch die Bauinvestitionen zogen mit 2,1 Prozent spürbar an. Dank dieser günstigen Entwicklung nahm der deutsche Staat im Jahr 2014 18 Milliarden Euro mehr ein als er ausgab und schrieb damit das dritte Jahr in Folge schwarze Zahlen.

Nach der Wiedervereinigung gab es nur einmal, im Jahr 2000, ein besseres Ergebnis: Damals waren hohe Einmalerlöse aus dem Verkauf der UMTS-Mobil-Funklizenzen für diese Entwicklung verantwortlich. Diesmal sorgt vor allem der private Konsum, befeuert durch eine geringere Sparneigung, steigende Löhne und eine Rekordbeschäftigung für das Plus.

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