Musterdepots
Wer wagt, gewinnt

Depotstratege Daniel Hupfer setzt auf Unternehmensanleihen, Social-Trader Alexander Kovalenko profitiert von guter Managementleistung und Georgios Kokologiannis weiß, wie Anleger ihre Nerven schonen können.

Die europäische Zentralbank hat am 10. März ihr Anleiheaufkaufprogramms weiter ausgeweitet und erwirbt nun Anleihen im Wert von 80 Milliarden Euro pro Monat und damit 20 Milliarden Euro mehr als zuletzt. Zudem berücksichtigt sie nun auch das Segment der Unternehmensanleihen; bisher wurden europäische Staatsanleihen und Pfandbriefe angekauft.

Vor diesem Hintergrund sind die Kurse europäischer Unternehmensanleihen kräftig gestiegen und die Handelbarkeit ist mittlerweile nur stark eingeschränkt möglich. Die Nachfrage nach Neuemissionen ist entsprechend deutlich in die Höhe geschnellt. Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie sich noch günstiger über den Kapitalmarkt refinanzieren können.

Aus Investorensicht dagegen sind die Ertragsmöglichkeiten nun noch geringer, als sie es ohnehin schon waren. Wir haben uns gestern an der Neuemission der Heidelberg-Cement-Anleihe beteiligt und rechnen mit einem ordentlichen Zeichnungsgewinn aufgrund der hohen Nachfrage.

Aufgrund des Baubooms dies- und jenseits des Atlantiks entwickelt sich das operative Geschäft von Heidelberg Cement sehr gut. So erzielte das Unternehmen in den vergangenen Jahren kräftige Umsatz- und Gewinnsteigerungen. Wachstumstreiber waren dabei vor allem die Regionen Europa und USA, während sich das Geschäft in den Emerging Markets zuletzt weniger gut entwickelt hat. Die neu begebene Anleihe hat eine Laufzeit bis März 2023 und einen Kupon von etwa 2,0 bis 2,25 Prozent. Damit liegt die Rendite deutlich über der von vergleichbaren Anleihen von Dax-Unternehmen, allerdings liegt das Rating des Zementherstellers mit BB+ auch unterhalb des Investmentgrade.

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