Musterdepots
Wie reagieren Investoren, wenn der Tag X konkret wird?

Europas Konjunktur bekommt Dellen, bleibt aber auf Wachstumskurs. Für die Autoren der Musterdepots spielt aber eine weitere Variable eine wichtige Rolle: Die Fed. Die Notenbank wird künftig einen anderen Kurs fahren.
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Die Aktienmärkte der Schwellenländer haben sich seit Februar deutlich von den vorangegangenen Verlusten erholt. Lohnt sich der Einstieg noch? Während Optimisten mittlerweile von einer langfristigen Trendwende ausgehen, warnen Skeptiker, viele Notierungen dort seien bereits wieder überteuert.

So weisen etwa Experten der Schweizer Vermögensverwaltungsgesellschaft GAM darauf hin, dass die Bewertungen mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von im Schnitt elf nun bereits wieder am oberen Ende des Korridors liegen, in dem sie sich in den letzten dreieinhalb Jahren bewegt hätten.

Gleichzeitig vermisse man aber einen signifikanten Anstieg der Unternehmensgewinne. Zwar zeige etwa China deutliche Hinweise einer Erholung. Dafür falle in Ländern wie beispielsweise Brasilien das Wachstum enttäuschend aus.

Ich teile die Skepsis noch aus einem weiteren Grund: Es war die Andeutung der US-Notenbank Fed aus ihrer lockeren Geldpolitik aussteigen zu wollen, die ab dem Frühjahr 2013 die Talfahrt an den Emerging Markets in einen regelrechten Crash münden ließ. Und maßgeblicher Treiber für die Kurserholung der vergangenen Monate war, dass es der amerikanischen Zentralbank mittlerweile gelungen ist, die Ängste vor einem allzu abrupten Ende der Liquiditätsschwemme zu zerstreuen. Davon hatten die Kapitalmärkte der aufstrebenden Staaten lange Zeit massiv profitiert.

Wie die Investoren aber reagieren werden, wenn der Tag X konkret wird - der Zeitplan für die US-Leitzinserhöhungen also demnächst kommuniziert wird, ist derzeit nicht seriös vorhersehbar. Schon in den kommenden Stunden könnte es hier neue Hinweise geben: Auf dem heute beginnenden jährlichen Treffen der internationalen Notenbanker im amerikanischen Örtchen Jackson Hole im Bundesstaat Wyoming. Der Druck auf Fed-Chefin Janes Yellen, ihren Kollegen endlich Einblick zu gewähren, in ihre tatsächlichen geldpolitischen Pläne, ist enorm.

Mein Fazit: Wegen der großen Unsicherheit und momentan kaum prognostizierbaren Entwicklung an den Börsen der Schwellenländer, lasse ich weiterhin die Finger von diesen hochriskanten Märkten.

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„Renten schlagen die Aktien“

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