Musterdepots : „Wir verzichten auf kurzfristige Prognosen“

Musterdepots
„Wir verzichten auf kurzfristige Prognosen“

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Stratege Sönke Niefünd erläutert die Vorteile von Wandelanleihen.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Als starkes Argument für das Aktieninvestment gelten Dividenden. Sie machen langfristig den Großteil des Anlageertrags aus. Aktuell liegen die durchschnittlichen Dividendenrenditen im Dax bei knapp drei Prozent, im Euro Stoxx 50 knapp über drei und im Dow Jones bei etwas mehr als zwei Prozent. Das ist in allen drei Indizes geringfügig weniger als im langjährigen Durchschnitt, andererseits beachtlich viel angesichts der kräftigen Kurssteigerungen in den vergangenen acht Jahren. Die Dividenden sind eben auch kräftig gestiegen. Das spricht ungeachtet der Korrekturgefahr für Aktien.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Wenn es noch nicht einmal gelingt, das Wetter von morgen verlässlich vorauszusagen, wie soll ein Mensch in der Lage sein, kurzfristige Börsen- und Wechselkursprognosen aufzustellen? Die Antwort lautet: gar nicht. Dennoch starren Investoren auf die Prognosen zur Konjunktur- oder Börsenentwicklung von Wirtschaftsforschungsinstituten und Notenbanken. Wir verzichten auf kurzfristige Prognosen. Mit dem Wissen um eine historisch erfolgreiche, auf fundamentalen Daten basierende Anlagestrategie kann man lernen, Marktschwankungen zu akzeptieren, statt sich aus der Ruhe bringen zu lassen.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Seit Oktober 2016 sind wir im Segment Wandelanleihen über den nachhaltigen Salm-Salm Sustainability Convertible Fonds investiert – mit einem Plus von 4,39 Prozent. Die Verunsicherung an den Aktien- und Rentenmärkten können Investoren nutzen, um Positionen in diesem Anlagesegment aufzubauen. Wandelanleihen haben den Charme, dass sie einerseits Anleihen sind, aber dennoch die Chance auf eine höhere Rendite bieten, sofern die Aktienkurse steigen. Die Streubreite von Wandelanleihen ähnelt eher denen von Anleihen, wobei die Renditen regelmäßig aktienähnlich waren.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

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