Musterdepots
Wirtschaftswachstum schwächt sich ab

Kann die Geldpolitik der EZB die Wirtschaft überhaupt wirksam stimulieren? Die aktuellen Wachstumszahlen für die Euro-Zone fallen jedenfalls eher enttäuschend aus, meint Musterdepot-Experte Alexander Kovalenko.
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Das europäische Statistikamt Eurostat hat am Dienstag die Daten zum Wirtschaftswachstum der Euro-Zone im zweiten Quartal 2016 veröffentlicht. Unter dem Strich ist das Bruttoinlandsprodukt des Euro-Raums um 0,3 Prozent zum Vorquartal gestiegen. Im ersten Quartal betrug das Wachstumstempo noch 0,5 Prozent. Frankreich und Italien – die jeweils zweit- bzw. drittgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone – konnten kein Wachstum verzeichnen. Deutschland lag mit 0,4 Prozent leicht über dem Durchschnitt.

Trotz eines positiven Vorzeichens ist dieses Ergebnis unseres Erachtens besorgniserregend. Wenn man die immensen Anstrengungen der Europäischen Zentralbank (EZB) in Betracht zieht, die gerade die Stimulierung der Konjunktur als Ziel haben, fällt das verzeichnete Wachstum unproportional klein aus.

Die Investitionsausgaben der Privatfirmen zeigen sich bisher total unbeeindruckt von den gigantischen Liquiditätsströmen seitens der EZB. Immer häufiger diskutiert man die Frage, ob die unkonventionelle Geldpolitik der EZB die Wirtschaft überhaupt wirksam stimulieren kann? An den Finanzmärkten sind die Folgen der EZB-Maßnahmen dagegen nicht zu übersehen. Vor allem der europäische Anleihenmarkt scheint signifikant verzerrt zu sein und weist in vielen Segmenten Blasenmerkmale auf.

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