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„Zinsen für Staatsanleihen werden sehr niedrig bleiben“

Die Europäische Zentralbank hat mit der Ausweitung des Anleihekaufprogramms ein ganz klares Signal gesetzt, sagt Anlageexperte Daniel Hupfer von M.M. Warburg.

Die Renditen der zehnjährigen Bundesanleihen notieren aktuell fast wieder auf ihrem Allzeit-Tief, das am 17. April 2015 im Tagesverlauf mit 0,05 Prozent erreicht wurde. Diese Entwicklung ist vor dem Hintergrund der seither noch expansiveren Geldpolitik der EZB, der nur sehr moderat restriktivere. Geldpolitik der US-Notenbank und der schwächelnden Weltwirtschaft gut nachzuvollziehen. Die EZB hat mit der Ausweitung des Kaufprogramms auf 80 Milliarden Euro pro Monat ein ganz klares Signal gesetzt, dass die Zinsen für Staatsanleihen der Euro-Zone auf längere Sicht sehr niedrig bleiben werden.

Das Nettoangebot an Staatsanleihen im April nach Tilgungen und Käufen der EZB wird bei etwa -100 Milliarden Euro liegen. Das geringste Volumen kommt mit knapp -40 Milliarden Euro aus Deutschland, gefolgt von Frankreich mit rund -20 Milliarden Euro und den Niederlanden sowie Italien mit rund -15 Milliarden Euro.

Im Mai und Juni wird das Nettoangebot in der Euro-Zone dann deutlich höher sein und nahe null liegen, ehe es dann im restlichen Jahresverlauf wieder in den negativen Bereich abrutscht und im monatlichen Durchschnitt bei circa -50 Milliarden Euro liegen wird.

Vor diesem Hintergrund ist es aus unserer Sicht sehr wahrscheinlich, dass Bundesanleihen mit zehnjähriger Restlaufzeit noch im April die Null-Prozent-Marke testen werden. Allerdings gehen wir nicht davon aus, dass dieser Test des negativen Territoriums nachhaltig ausfallen wird. Auf Basis eines wieder ansteigenden Nettoangebots – der schwächste Monat für Bundesanleihen in 2016 ist der April – und einer weiterhin positiven wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland lassen wir unsere Jahresendprognose für zehnjährige Bundesanleihen mit 0,50 Prozent unverändert.

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Koordinierte Maßnahmen für mehr Wachstum

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Starker Einfluss der Devisenkurse

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