Musterdepots
„Zuwächse bei Aktien werden geringer“

Die Weltwirtschaft ist in diesem Jahr gerade einmal drei Prozent gewachsen. Dynamik fehlt. Autor Daniel Hupfer sieht daher die Gewinnmöglichkeiten am Aktienmarkt schwinden. Warum er dennoch an der Anlageklasse festhält.
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In den letzten Tagen eines Jahres werden die Bewegungen an den Kapitalmärkten normalerweise ruhiger und die Anleger konzentrieren sich auf den Ausblick für das kommende Jahr. Die Notenbanksitzung der EZB und die der Fed in der kommenden Woche sorgen jedoch noch einmal für einige turbulente Stunden. Aus volkswirtschaftlicher Sicht wird sich der globale moderate Aufschwung im kommenden Jahr weiter fortsetzen. In diesem Jahr ist es der Weltwirtschaft nicht gelungen, eine stärkere konjunkturelle Dynamik als in den Vorjahren zu entfalten. Das globale Wachstum beläuft sich 2015 auf kaum mehr als drei Prozent.

Damit fällt es sogar noch etwas schwächer aus als in den beiden Vorjahren, als Zuwachsraten von 3,4 Prozent erreicht wurden. Ausschlaggebend hierfür waren einmal mehr die Schwellenländer. Deren Wachstum hat sich in diesem Jahr auf rund vier Prozent verlangsamt im Vergleich zu Wachstumsraten von 7,5 Prozent nach der Finanzkrise. Vor allem in zwei der sogenannten BRIC-Länder lief die Konjunktur 2015 überhaupt nicht rund: in Brasilien und in Russland. Beide Länder litten und leiden unter ähnlichen Problemen. Zum einen belastet der starke Preisrückgang bei den Rohstoffen, weil dadurch die Einnahmen der heimischen Unternehmen und der Staatshaushalte deutlich gesunken sind. Zum anderen wirken sich in Russland und in Brasilien aber auch hausgemachte Problemen negativ auf die Wirtschaft aus.

Für das Portfolio bedeuten diese Wachstumsprognosen, dass sich die Zuwachsraten am Aktienmarkt etwas verringern; Aktien dürften aber unter erhöhter Volatilität eine attraktivere Assetklasse als die Anleihen bleiben. Bei Anleihen werden sich die Ergebnisse eher durch die laufende Verzinsung generieren, wir rechnen nicht mit signifikanten Kursgewinnen. Wir sehen somit auch keine Erfordernis eine neue Strategie nach dem Jahreswechsel zu präsentieren, da sich die grundsätzlichen Rahmenbedingen nicht durch einen Datumswechsel verändern und wir bereits in diesem Jahr das Depot entsprechend ausgerichtet haben.

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