Mythos oder Wahrheit: Sind Anleihen immer sicherer als Aktien?

Mythos oder Wahrheit
Sind Anleihen immer sicherer als Aktien?

Bei der Geldanlage gehen die Deutschen lieber auf Nummer sicher: Größere Kursschwankungen oder gar Verlustrisiken meiden sie. Kein Wunder, dass sie Anleihen den Aktien vorziehen. Doch deren Sicherheit ist relativ.
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DüsseldorfSicher soll ihre Geldanlage sein, im Wert möglichst nicht schwanken, vorausschaubar, prognostizierbar. Am liebsten legen die Deutschen ihr Geld auf Sparkonten, das zeigen die regelmäßig veröffentlichten Statistiken der Bundesbank. Dass das Geld dort im Grunde nicht mehr verzinst wird, die Rendite nach Abzug der Inflation sogar negativ ist, nehmen die Anleger in Kauf. Auch Bundesanleihen und Bonds anderer solider Schuldner sind beliebt. Kein Wunder, schließlich sind Anleihen sicherer als Aktien, heißt es.

Aber stimmt das überhaupt? Für Ulrich Kater ist dieser Spruch ganz klar „Lehrbuchstoff bei der Börsenausbildung“. Weil im Konkursfall Anleihen noch teilweise bedient werden, Aktien jedoch das gesamte Risiko tragen, sollten die Anleihen im Wert weniger stark schwanken. „Das stimmt auch“, sagt der Chefvolkswirt der Dekabank. Demnach wäre der Satz die reine Wahrheit und kein Mythos.

Oder doch nicht? „Das hängt davon ab, was man unter Sicherheit versteht“, gibt Ralf Zimmermann, Anlagestratege beim Bankhaus Lampe, zu bedenken. „Nimmt man an, dass der jetzige und auch die künftigen deutschen Finanzminister begebene Anleihen zurückzahlen, bekommen Anleger immerhin ihr Geld zurück – zumindest, wenn die Restlaufzeit über acht Jahre beträgt. In diesem engen Sinne sind deutsche Staatsanleihen sicher und auch sicherer als Aktien.“

Aktionäre hingegen könnten durchaus Geld verlieren – auf kurze Sicht sowieso, aber auch auf längere Sicht. Ein genauer Blick auf die vergangenen 50 Jahre zeigt: Aktien-Anleger haben bei einem Zehn-Jahres-Investment in den Dax nominal und einschließlich der Dividende in 13 Prozent aller möglichen Monate Geld verloren, auf Sicht von fünf Jahren sogar in 29 Prozent aller Monate. Schwierig wird es für Anleger vor allem, wenn sie in einer überreifen Marktphase – vor dem Platzen einer Blase oder einer globalen Rezession mit scharfen Gewinneinbrüchen - Aktien gekauft haben.

Da erscheinen Anleihen deutlich sicherer. Doch der Schein trügt: „Diese relative Sicherheit bei Anleihen ist sehr eng gefasst“ sagt Zimmermann. „Wer deutsche Anleihen unter acht Jahren Restlaufzeit kauft, bekommt jetzt schon – garantiert – weniger Geld zurück, als er dem deutschen Staat gegeben hat.“

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Anleihen sind eine unsichere Anlagekategorie

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  • "Herr Max Marx08.02.2017, 10:50 Uhr
    @ Marc Hofmann
    Selten so einen unqualifizierten Unsinn gelesen!!!
    Autonomes Fahren ist weit mehr als nur programmieren. Das Programmieren ist in diesem Bereich ein Hilfsjob. Die wahren Macher sind die Bauteileentwickler & Applikateure. Mal informieren ... bevor du Märchen postest."

    @Max Marx
    ich poste keine Märchen,
    sondern nur die Wahrheiten über die grünsozialistische Merkelregierung.
    Was wäre ich froh, wenn wir so lupenreine Demokraten wie Putin oder Trump an der macht hätten.
    Aber wir haben ja nur einen zaudernden Hosenanzug.
    Danke

  • Der Artikel blendet aus, dass jede Anleihe von 3 Ratingagenturen benotet wird. Anleihen der Bundesrepublik haben die höchste Qualitätsstufe und gelten als ausfallsicher.

    Mißlich ist, dass zur Zeit alle Laufzeiten von 1 bis 8 Jahren negative Renditen aufweisen. Wer sein Geld an den deutschen Finanzminister ausleihen möchte, muß somit noch Gebühren bezahlen. Für Privatleute, die keine riesigen Summen anzulegen haben, gibt es jedoch einen Ausweg. Er heißt Einlagensicherungsgesetz. Es regelt, dass der deutsche Staat bei Bankeinlagen bis zu 100 000 EUR die Rückzahlung garantiert. Man kann somit auf sein Gehaltskonto (Girokonto) oder auf ein Tages- oder Festgeldkonto bis zu 100 000 EUR einlagengesichert einzahlen. Wer höhere Beträge anlagengesichert anlegen will, muß bei weiteren Bankinstituten Konten eröffnen und bei jeder Bank oder Sparkasse bis zu 100 000 EUR einzahlen. Im Gegensatz zu einer Bundesanleihe hat der Anleger auch keinerlei Kursrisiko, ein Anstieg der Zinsen schmälert das Bankguthaben nicht.

    Ein anderes Thema ist die Inflation. Sie zehrt an der Kaufkraft. Aber nicht nur bei Anleihen, sondern bei jeder Geldanlage. Wenn man beispielsweise Aktien kauft und nach ein paar Jahren wieder veräußert, erhält man einen EURO-Betrag. Dessen Kaufkraft ist aber durch die zwischenzeitlich eingetretenen Preissteigerungen gemindert.

    Ich bin ein großer Freund von Aktienanlagen, wehre mich aber gegen die irreführende Werbung der Banken. Diese stellen in ihrer Werbung ab auf 10-Jahreszeiträume und erzählen, es gäbe viel mehr 10-Jahreszeiträume mit Erträgen als solche mit Verlusten. Bei dieser Betrachtung wird weggelassen, wie hoch die Erträge und die Verluste sind. Wenn ich im ersten 10-Jahreszeitraum nur 2 % verdiene und im zweiten 10-Jahreszeitraum dann 90 % verliere, war es ein schlechtes Geschäft.

  • „Sobald das Geld im Kasten klingt, die Seele in den Himmel springt!“ Ich glaube Herrn Draghi Ha Ha Ha und Johann Tetzel





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