Nach dem Dax-Crash
Sind Aktien noch alternativlos?

Der erneute drastische Dax-Einbruch am heutigen Handelstag weckt Erinnerungen an die früheren, jahrelang andauernden Bärenmärkte. Wird es dazu kommen? Oder ist das düstere Szenario bald zu Ende? Eine Einordnung.

Knapp 30 Prozent hat der deutsche Leitindex Dax seit seinen Höchstständen im April 2015 verloren. Mehr als 16 Prozent seit Jahresanfang. Und heute schließt der Index sogar unter die Marke von 9000 Punkten. Ein Grund für Anleger, sich ans das Szenario von 2001 zu erinnern.

Damals verlor der Deutsche Leitindex mehr als 50 Prozent. Und es dauerte sieben Jahre, bis das Börsenbarometer wieder den Stand aus dem Jahr 2000 erreichte. Doch das wird sich nicht wiederholen.

Auch während der Finanzkrise in den Jahren 2007 bis 2009 verlor der Dax rasant rund 40 Prozent, als nach der Pleite der US-Bank Lehman Brother viele andere Kreditinstitute ins Wanken gerieten. Doch vergleichen kann man diese beiden Börsensituationen nicht mit der aktuellen Lage.

Natürlich gibt es einige Gründe, die für weiter fallende Aktienkurse sprechen: So wie in den vorherigen Bärenmärkten sind die Gewinnaussichten der Unternehmen unsicher. Auch das Fusionsfieber der Unternehmen sieht aufgebläht aus. Und die Sorgen über die weitere Entwicklung der US-Wirtschaft sind berechtigt.

Das Hauptargument: Durch den Verfall des Ölpreises kommen US-Frackingunternehmen unter Druck, die sich zu hohen Zinsen verschuldet haben. Viele Banken haben größere Engagements in diesem Bereich – unter anderem die Deutsche Bank. Dies ist ein wichtiger Grund, warum die Kurse der europäischen Banken in den vergangenen Wochen so tief gefallen sind. Spätestens dann, wenn die Ölpreise wieder steigen, werden auch die Kurse der Bankaktien wieder anziehen.

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Die positiven Faktoren überwiegen

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