Nach dem Kurssturz
Profis schichten ihre Depots um

Den Kurseinbruch an den internationalen Aktienmärkten haben Investmentstrategen und Fondsmanager genutzt, um ihre Depots neu auszurichten und auch bei stagnierenden Märkten Geld zu verdienen.

Grund zur Panik sieht aber keiner der Experten, auch wenn beispielsweise der Deutsche Aktienindex (Dax) innerhalb knapp einer Woche rund acht Prozent an Wert verloren hat. Gestern legte er wie nahezu alle maßgeblichen Indizes weltweit wieder zu. „Wir hatte eine so gute Entwicklung in den letzten paar Monaten, dass man von einer Korrekturphase ausgehen musste“, sagte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann gestern am Rande eines Kongresses in St. Gallen. Dies sei nun geschehen.

Die großen internationalen Häuser arbeiten bereits seit Monaten an veränderten Strategien für die Zeit, in der nicht mehr wie in den vergangenen drei Jahren nahezu alle Anlageklassen Gewinne versprechen. Die Kursverluste der letzten Tage nehmen sie nun als Anlass, um diese Ziele verstärkt umzusetzen.

Kernpunkt dabei: Der Aktienanteil, der nach über drei Jahren Börsenhausse bisher in den meisten Depots überdurchschnittlich hoch war, wird auf das langfristige Normalmaß reduziert. Bei einem ausgewogenen Depot bedeutet das im Schnitt, dass der Aktienanteil von rund 65 Prozent im vergangenen Jahr nun schon auf deutlich unter 60 Prozent gesunken ist und bis auf knapp über 50 Prozent abnehmen könnte.

Beim Schweizer Bankhaus UBS liegt der Aktienanteil derzeit schon bei nur noch 51 Prozent, bestätigt Christian Hefti, der oberste UBS-Anlageberater in Deutschland. Stattdessen setzen die Experten vor allem auf Kombi-Produkte wie Zertifikate, mit denen sich auch bei fallenden Kursen Geld verdienen lässt. Keine Alternative stellen hingegen Anleihen dar, die in den letzten Monaten deutlich an Wert verloren haben und wegen des insgesamt steigenden Zinsniveaus auch kaum Aussicht auf bessere Kurse bieten.

Seite 1:

Profis schichten ihre Depots um

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%