Nachgefragt: Karl Heinz Däke
"Kirchhof weist die Richtung"

Karl Heinz Däke ist Präsident des 400 000 Mitglieder zählenden Bundes der Steuerzahler. Im Interview spricht er über die Steuervorschläge der Parteien.

Handelsblatt:Wie beurteilen Sie die Steuervorschläge von Herrn Kirchhof, die eine einheitliche Besteuerung der Einkünfte – unabhängig von ihrer Art – von 25 Prozent vorsehen?

Karl Heinz Däke:Sie weisen in die richtige Richtung, weil sie das Steuerrecht vereinfachen. Allerdings bedeuten seine Vereinfachungen nicht für jeden eine geringere Steuerbelastung.

Sehen Sie Chancen, dass sein Modell im Jahr 2009 eingeführt wird?

Er wird die Zeit bis dahin nutzen, um für sein Modell zu werben. Ich glaube, dass es sich umsetzen lässt. Ob dies in Reinkultur gelingt, bleibt abzuwarten.

Was halten Sie von den Plänen der beiden großen Parteien, so genannte Steuersparmodelle in Form geschlossener Fonds abzuschaffen?

Wir haben uns im Rahmen einer Steuerreform eindeutig für die Abschaffung dieser Steuersparmodelle ausgesprochen. Die Diskussion darüber hat allerdings ergeben, dass es problematisch ist, steuermindernde Anlaufverluste bei den Teilhabern eines neu gegründeten Handwerksbetriebs zu akzeptieren, sie aber den Zeichnern eines geschlossenen Fonds zu verweigern. Die Abgrenzung, welche Verluste zum Abzug zugelassen werden sollen, ist im Einzelfall schwierig.

Welcher der verschiedenen Reformvorschläge der Parteien sollte unbedingt umgesetzt werden?

Neben der Absenkung der Steuersätze ist die Einführung der Abgeltungssteuer auf alle Kapitalerträge wichtig. Sie ist einfach und gerecht.

Seite 1:

"Kirchhof weist die Richtung"

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%