Nachhaltiges Investment
Das grüne Depot

Wie sieht ein nachhaltiges Investment ohne großen Zeitaufwand aus? Wie ein Naturfreund 50.000 Euro anlegen sollte, wenn er nicht zu viel riskieren will – und die Rendite ganz zu vernachlässigen. Ein Fallbeispiel.
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FrankfurtDie Kunden der Nürnberger Umweltbank besitzen offenbar eine Tugend, die ansonsten an der Börse Mangelware ist: „Unsere Kunden denken nachhaltig, ein Aktiencrash versetzt sie nicht in Panik“, behauptet Umweltbank-Vermögensberater Markus Schmidt. Beteiligungen an Unternehmen seien eben langfristige Investments, die auch schwierige Zeiten durchstehen müssten.

Der Modellanleger, ein naturverbundener IT-Ingenieur Mitte 40, hat aus einer Erbschaft 50.000 Euro auf dem Girokonto. Er will sich nicht durch den Kauf einer Immobilie in die Hand von Banken begeben.

Nachdem er schon im Bioladen einkauft, möchte er auch mit einer nachhaltigen Geldanlage seinen Einfluss als Anleger geltend machen.

Ethikbank, Umweltbank oder GLS-Bank haben sich auf solche Anleger spezialisiert und werben damit, dass sie Anlegergelder vor allem in ökologisch und sozial nützliche Projekte stecken.

Auch der Aachener Finanzberater Thomas Streuer empfiehlt seinen Anlegern vor allem Investmentfonds, die in Aktien oder Anleihen von Unternehmen investieren, die Nachhaltigkeits-Standards berücksichtigen, also etwa umweltverträglich wirtschaften. Bewährt haben sich vor allem Schweizer Anbieter von Nachhaltigkeitsfonds, wie etwa Sarasin und die von einer Tochter der Privatbank Hauck & Aufhäuser gemanagten Prime Value-Fonds.

Gestaffelter Einstieg und Sparplan

Aktuell rät Streuer zu einem gestaffelten Einstieg in Aktienfonds und einem hohen Anteil Rentenfonds. An deren Stelle bevorzugt der Ökoanleger aber das Wachstumssparen der Umweltbank, das einen über fünf Jahre steigenden Zins bietet und für ihn die verlässlichere Variante ist.

Zudem bleibt er flexibel, weil nach einem Jahr ein Ausstieg mit dreimonatiger Kündigungsfrist möglich ist. Gelder sind bei der Nürnberger Bank bis 100.000 Euro pro Anleger durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt.

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