Nachhaltigkeit
Großinvestoren entwickeln Standards zur Nachhaltigkeit

Börsen und Unternehmen sollen mit vergleichbaren Daten zu Umweltschutz, Menschenrechten und Produktsicherheit arbeiten.
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BerlinEine Gruppe von Großinvestoren, darunter der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock und die Börsengruppe Nasdaq, ruft zu einem einheitlichen Nachhaltigkeitsstandard für Börsen auf. Diesen sollen Börsen weltweit nutzen, um in ihre Notierungsbedingungen künftig ökosoziale Risiken und Leistungen zu integrieren. Die Initiative wird koordiniert von dem Investor Network on Climate Risk (INCR). Ihm gehören gut hundert Investoren an, die insgesamt mehr als zehn Billionen US-Dollar verwalten.

Der Entwurf der Investoren steht bis Anfang Mai zur Diskussion. Die Endfassung ist für den Herbst angepeilt. Bisher lieferten Unternehmen entweder keine Daten oder diese völlig unzureichend und nicht vergleichbar.

Weltweit veröffentlichen nur 3 400 Unternehmen einen Nachhaltigkeitsbericht, selten erörtern sie materiell wichtige Aspekte in Geschäftsberichten. „Investoren sind zunehmend frustriert über den Mangel an Offenlegung von Nachhaltigkeitsinformationen quer durch alle Märkte“, so INCR-Direktor Mindy Lubber.

Darum haben die Börsen von Johannesburg und die brasilianische BM&F Bovespa eigene Anforderungen zur Nachhaltigkeitstransparenz etabliert. Andere haben Leitlinien, etwa die Börse in Hongkong. Istanbuls und Ägyptens Börse planen dies.

Dagegen steuern die INCR-Mitglieder und die US-Technologiebörse Nasdaq ein einheitliches Vorgehen an. Die Unternehmen sollen künftig in ihren Jahresfinanzberichten erklären, welche Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte (kurz ESG) für sie von materieller Bedeutung sind und warum.

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Unternehmen müssen acht über Kriterien berichten

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