Neue Aktienstrategie
So legt Norwegen seine Milliarden an

Der norwegische Staatsfonds ist prall gefüllt. Wohin die Milliarden fließen, erklärt Paal Haugerud, der oberste Vermögensverwalter des Landes. Einen Strategiewechsel nehmen die Norweger bei ihrer Aktienstrategie vor.
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Norwegens Staatsfonds wird am Aktienmarkt künftig gegen den Strom schwimmen. Er wird Aktien nur noch bei fallenden Kursen kaufen. Der “Government Pension Fund Global” - so der offizielle Name, ist mit einem Volumen von 650 Mrd. Dollar der größte Staatsfonds der Welt.

Die Regierung hat die Änderungen in der Anlagestrategie, genannt “Rebalancing”, in diesem Monat festgelegt. Demnach wird der Prozess ausgelöst, wenn die Aktiengewichtung des Fonds am Ende eines Monat um mehr als vier Prozentpunkte von der vorgeschriebenen 60-Prozent-Quote abweicht.

“Wir können es vertragen, mehr Aktien in fallenden Märkten zu kaufen”, sagte Paal Haugerud, Leiter der Vermögensverwaltung des Finanzministeriums. “Für einen wirklich langfristigen Investor ist die kurzfristige Volatilität nicht so wichtig”, fügte er an.

Die Fondsmanager, unter der Leitung von Chief Executive Officer Yngve Slyngstad, haben nun die Möglichkeit, bei den Investments stärker aktiv auszuwählen. Der Fonds hat ein Ertragsziel von vier Prozent, das zu erreichen zuletzt kaum gelang. Der Fonds, der aus den Öleinnahmen Norwegens gespeist wird, argumentiert nun, er könne höhere Risiken eingehen als andere Vermögensverwalter, da er keine kurzfristigen Verpflichtungen habe und über einen stetigen Kapitalzufluss verfüge.

Norwegen hatte bereits Ende März einer Änderung der Anlagestrategie zugestimmt, damit der Fonds stärker am globalen Wachstum, etwa in Asien und Südamerika, partizipieren kann. Seither werden die Bond- und Aktieninvestments in Europa sukzessive von 54 Prozent auf 41 Prozent reduziert.

Seit 1998 hat der Staatsfonds einen durchschnittlichen realen Ertrag von 2,57 Prozent erzielt. In den vergangenen fünf Jahren war es indes ein durchschnittlicher Jahresverlust von 0,63 Prozent. Im zweiten Quartal 2012 lag der Anlageverlust bei 2,2 Prozent oder 77 Mrd. Kronen. Die Aktieninvestments gaben um 4,6 Prozent nach.

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Die Aktienquote wird erhöht

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  • Vielleicht sollte man sich langsam doch mal näher mit dem muslimischen Bankensystem auseinandersetzen, in dem es wie zu Nazareths Zeiten keinen Zins in unserem Sinne gibt.M.W. stellten hiesige Banken in gewissen Staaten auch auf dieses System um. In MA soll auch mittlerweile eine Bank existieren, die dies praktiziert. -
    Vielleicht geht uns bei dieser Gelegenheit sogar auf, daß NUR DER WESTEN, bzw. Staaten, die nach westlichem Muster wirtschaften, eine Subprime- und Finanzkrise haben? Wer weiß, vielleicht verwehrten uns bisher unsere Mainstream-Medien und die AlltagsHektik einen Blick auf dieses andere Wirtschaftssystem, falls es existiert? In Staaten mit starker kolonialer Vergangenheit dürfte es eher nicht vertreten sein. Erschwerend für unsereins kommt vermutlich hinzu, daß die meisten von uns gerade mal einigermaßen Englisch und Französisch können. Arabisch ? Farsi ? Große Fragezeichen..

  • Nachdem Deutschlands Fischereiflotte durch die Europäer "zerschlagen" wurde und man dem Land der Dichter und Denker (Deutschland) den kleinsten Festlandsockel zugebilligt hat, schwimmt Norwegen natürlich im Geld, das sie aus dem Verkauf "ihrer" Ölquellen erwirtschaften. Obwohl sie immer noch illegal Jagd auf Wale machen, sollten alle dieses Land - genau so wie Japan - boykottieren und keine norwegischen Wirtschaftsgüter mehr kaufen. Deutschland werde endlich selbstbewusst und selbständig. Fordere, was dir zusteht! Und lass' dich nicht immer betrügen!

  • Kompliment fsb Sie haben es auf den Punkt. Der namenlose Verfasser hat wohl bei Blomberg abgeschrieben.
    Inhaltlich eine Nullnummer, schade um die vergeudete Zeit beim Lesen. Hatte mir anhand der Überschrift sinnvolle Investitionsanregungen versprochen. Schade.

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