Neue EU-Staaten bieten hohe Wachstumsraten
Anleger honorieren Osteuropa-Geschäft

Aktien von Unternehmen aus alten Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU), die Produkte und Dienstleistungen in den neuen EU-Ländern verkaufen, gelten als attraktiv.

DÜSSELDORF. Metro macht es vor. Vor allem die guten Geschäfte im Ausland bescherten dem deutschen Handelsriesen im dritten Quartal satte Zuwachsraten. Renner waren dabei mit einem Umsatzplus von 25 Prozent die Elektronik- und Baumärkte in Osteuropa. Aktien von Unternehmen aus alten Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU), die Produkte und Dienstleistungen in den neuen EU-Ländern verkaufen, gelten als attraktiv. Diesem Ergebnis einer Merrill-Lynch-Studie pflichten viele Analysten bei. Einen Bonus besitzen dabei die Konzerne, die schon lange zwischen Estland und Slowenien aktiv sind – wie beispielsweise die Metro, aber auch die österreichische Hypo-Vereinsbank-Tochter Bank Austria-Creditanstalt.

„Mittel- und Osteuropa sind eine der wenigen echten europäischen Wachstumsgeschichten für Unternehmen“, sagt Jacob de Tusch-Lec, Analyst bei Merrill Lynch. Denn die Gewinne dieser Unternehmen dürften vom kräftigen Wirtschaftswachstum in den neuen EU-Ländern profitieren. Insgesamt pickten die Strategen der Investmentbank 25 Aktien heraus, die stark von der EU-Erweiterung profitieren dürften: Neben dem Handel seien vor allem Bau, Baustoffe und Finanzen die Hauptnutznießer.

Die Experten von Merrill Lynch nennen Konsumwerte wie Metro, weil deren Massengeschäft vom zunehmenden Wohlstand und der hohen Nachfrage nach Gütern des täglichen Bedarfs in Osteuropa profitiert. Bei der Metro kommt hinzu, dass der Konzern schon vor zehn Jahren den Schritt gen Osten gewagt hat. Das zahlt sich jetzt aus: Während der heimische Markt unter der Konsumflaute schwächelt, erzielte Metro schon 2003 sein größtes Umsatzplus in Osteuropa. Und auch der Gewinn nach Steuern kletterte um 46 Prozent auf rund 125 Mill. Euro. „Wenn eine deutsche Aktie Osteuropa-Phantasie hat, dann ist es die Metro-Aktie“, sagt Christian Schindler, Analyst der Landesbank Rheinland-Pfalz. Derzeit rät die Mehrheit der Analysten zum Kauf der Aktie. Denn Metro schafft es als einer der wenigen deutschen Standardwerte, im Osten Preise wie hier zu Lande durchzusetzen. Auf Grund des Baubooms entwickeln sich auch die Praktiker-Baumärkte – in Deutschland das Sorgenkind des Konzerns – positiv.

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