Trends
Neue Märkte schneiden schlecht ab

Schlechte Zeiten für Wachstumswerte: In den vergangenen drei Jahren haben nur vier von 36 Wachstumsbörsen, die es weltweit gibt, hohe Zuwächse erzielt. Dagegen stagnierten die meisten der anderen der so genannten Neuen Märkte.

scc FRANKFURT/M. Das zeigt eine Studie der Beratungsgesellschaft Grant Thornton, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt. Die vier Ausnahmebörsen sind die New Yorker Nasdaq, die Nummer eins der weltweiten Wachstumsmärkte, der inzwischen ebenfalls sehr große Alternative Investment Market (AIM) in London, die Sesdaq in Singapur sowie der kanadische TSX–V.

Als einen der wesentlichen Erfolgsgaranten dieser vier Börsen sieht Philipp Secrett von Grant Thornton, dass es ihnen gelungen ist, eine Präsenz über ihren jeweiligen Heimatmarkt hinaus aufzubauen. Die meisten anderen Wachstumsmärkte verfügen hingegen lediglich über eine überschaubare Zahl an inländischen Unternehmen und bieten so gerade ausländischen Anlegern wenig oder gar keine Anreize. Es sei deshalb nicht überraschend, dass einige Märkte wie zuletzt in den Niederlanden und in Tschechien geschehen ihr Pforten schließen mussten, sagt Secrett.

Ungeachtet davon gab es in den vergangenen Monaten aber auch die umgekehrte Tendenz zu Neugründungen. Die Alternext in Frankreich und die Australian Pacific Exchange waren Beispiele dafür. Auch in Deutschland soll es Gerüchten zufolge schon in den nächsten Wochen konkrete Einzelheiten für ein Fenster im Freiverkehr für junge, innovative Unternehmen geben.

Mit einer Marktkapitalisierung von 3,1 Billionen Dollar übertrifft die Nasdaq weiterhin deutlich den Wert aller Neuen Märkte zusammen. Die größten Zuwächse schaffte indes der Londoner AIM. Zum Jahresende 2004 konnte er seine Marktkapitalisierung gegenüber dem Vorjahr auf 44,9 Mrd. Dollar mehr als verdoppeln.

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