Neue Statistik
Deutsche wollen nichts mit Aktien zu tun haben

Ein Volk von Aktionären waren die Deutschen nie - und sie werden es wohl so bald auch nicht werden. Die Finanzkrise hat der Aktionärskultur kräftig geschadet. Das zeigen die neuesten Statistiken des Deutschen Aktieninstituts (DAI).

FRANKFURT. Während der Deutsche Aktienindex (Dax) im vergangenen Jahr rund 40 Prozent abrutschte, sank auch die Zahl der Aktionäre dramatisch. Allein im zweiten Halbjahr 2008 zogen mehr als eine Million Deutsche ihr Geld aus Aktien- und Aktienfonds ab. Verblieben sind 8,8 Millionen. Damit haben lediglich 13,5 Prozent der Deutschen Aktien oder Aktienfonds in ihrem Depot. Im Jahr 2001, kurz nachdem die New-Economy-Blase geplatzt war, waren es immerhin noch 20 Prozent.

Dramatisch ist der Rückgang vor allem bei den Aktienfondsinhabern. Während sich die Zahl derer, die ausschließlich Aktien besitzen kaum veränderte (rund 2,2 Mio), brach die Zahl der Anleger, die nur in Aktienfonds investieren, dramatisch ein. Lediglich 5,2 Millionen sind verblieben, der tiefste Stand seit 1999; 2007 waren es immerhin noch 6,3 Millionen.

Die Finanzkrise und die damit verbundenen hohen Verluste an den Aktienmärkten haben die Anleger zutiefst verunsichert. Viele haben ihr Geld auf Tages- und Festgeldkonten umgeschichtet. Besserung scheint nicht in Sicht, so lange die Konjunkturdaten und Unternehmenszahlen ein so düsteres Bild zeichnen wie sie das dieser Tage tun.

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