Neue Strategie bei Privatkundengeschäft
Vermögensverwalter umgarnen junge Reiche

Wie bekommt man sie zu fassen, die jungen Reichen, die unterwegs und allenfalls online erreichbar sind? Eine große Frage für Banken, die ihr Privatkundengeschäft zukunftstauglich machen wollen. Die Branche muss umdenken.
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ZürichFrüher galt für Vermögensverwalter eine einfache Formel: Wer etwas auf sich hielt, der lud Millionäre und Milliardäre in das beste Restaurant der Stadt oder ins schicke Büro ein, ließ teuren Wein kredenzen und zog dann mit etwas Glück ein lukratives Mandat an Land. Diese Zeiten sind vorbei. Die Kundschaft der Privatbanken ändert sich, der Zeitgeist ebenso. Die Klienten werden jünger. Es sind Leute zwischen 30 und 40 Jahren, die rund um den Globus große Familienvermögen erben. Sie sind im Internetzeitalter aufgewachsen, sind ständig online oder unterwegs und haben wenig Zeit - und sind deshalb viel schwieriger zu fassen. Die Banken müssen sich sputen, wollen sie diese Klientel nicht an alternative Anbieter verlieren, die jung und frisch daherkommen und vor allem unbelastet sind von Skandalen.

Die Schweizer UBS, im Privatkundengeschäft seit Jahren der größte Vermögensverwalter der Welt, hat das erkannt. Sie will den Thron nicht hergeben und lässt in einem Innovationslabor am Stammsitz Zürich seit einiger Zeit von einem Expertenteam ausloten, wie man die neue Generation der Kunden am besten an sich bindet. Videospiele, Videokonferenzen, Online-Login über Stimmerkennung - alles ist denkbar. „Diese Leute erledigen ihre Geschäfte meist am Handy, um ihr Geld kümmern sie sich in der Freizeit“, erklärt der für das Labor zuständige UBS-Mann Dave Bruno. „Das kann im Badezimmer sein oder während man auf den nächsten Flug wartet.“ Das Thema ist für die UBS so wichtig, dass sie auch in London ein Forschungslabor eröffnet hat und ein weiteres in Singapur plant. Außerdem tauscht die Bank Ideen mit den Internetkonzernen Google und Amazon sowie jungen Startup-Firmen aus.

Da soziale Netzwerke wie Facebook eine immer größere Rolle im Leben der Menschen spielen, ist auch vorstellbar, die jungen Reichen dort abzuholen. Man könnte etwa die zu Facebook gehörende virtuelle Welt von „Oculus Rift“ nutzen, sagt Bruno. Das Investment-Portfolio eines Kunden wäre dann durch eine Spezialbrille sichtbar und wie eine Stadt abgebildet, die man nach individuellen Wünschen bebauen könnte. Den Kunden würde man dann fragen: „Welche Teile Deiner Stadt fehlen noch?“, erklärt der UBS-Mann. Das Wassersystem könne für alternative Anlagen stehen, viele hohe Türme stünden womöglich für ein zu hohes Risiko und so weiter.

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Maßanzug mit guter Performance

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