Neue Studie
Ethische Anlagen sind ein Wachstumsfeld

Spezialisierte Anbieter für ethische und nachhaltige Investments können bereits mit einfachen Aktien-Auswahlverfahren Mehrrenditen erzielen. Zu diesem Ergebnis kommen Alexander Kempf und Peer Osthoff vom Forschungsinstitut CFR Centre for Financial Research an der Universität Köln

ina FRANKFURT. In den USA stieg laut Angaben des Verbandes Social Investment Forum in Washington das Volumen des nach sozial verantwortlichen und ethischen Kriterien verwalteten Kapitals rasant. In nur zehn Jahren sprang es von 640 Mrd. Dollar auf 2,3 Bill. Dollar. In Europa registrieren Beobachter ähnliches Wachstum. Größere Wettbewerber sind hier die Anlagesparten von KBC und Dexia, aber auch schweizerische Adressen und die deutsche Union Investment.

Alexander Kempf und Peer Osthoff vom Forschungsinstitut CFR Centre for Financial Research an der Universität Köln veröffentlichen demnächst ihre Studie „The Effect of Socially Responsible Investing on Financial Performance“.

Viele der bisherigen Studien zum Anlageerfolg untersuchten nur die Anlageergebnisse entsprechend ausgerichteter Fonds relativ zu anderen Fonds. „Diese Ergebnisse fielen eher schlecht oder uneinheitlich aus“, sagt Kempf, Direktor des CFR und auf Asset-Management spezialisierter Professor. Die interessante Frage sei jedoch, ob der Manager oder der Ansatz für diese Resultate verantwortlich sei.

Kempf analysierte daher die Wertentwicklungen von Aktien und griff dabei auf die Einstufungen von KLD zurück. Diese US-Datenbank vergibt Ratings an US-Firmen für ihre ethische und nachhaltige Ausrichtung. Kriterien sind unter anderem Arbeitsbedingungen, Umwelt und Menschenrechte.

Der CFR-Mann bildete zwei Portfolios mit den jeweils zehn Prozent der besten und schlechtesten Firmen innerhalb jeder Branche – Sektoren wie Tabak oder Glücksspiel waren ausdrücklich einbezogen. Die Studie lief von 1991 bis 2004, wobei die Depots einmal jährlich gemäß den Ratings angepasst wurden. „Die besten Firmen liefern im Schnitt eine um zwei Prozent pro Jahr bessere Wertentwicklung als der Gesamtmarkt, die schlechtesten Firmen eine um drei Prozent pro Jahr schlechtere Performance“, bilanziert Kempf.

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