Neuer Ärger mit Sparkassen
Bund plant weitere Produkte für private Investoren

Finanzstaatssekretär Jörg Asmussen weist die Kritik der Banken und Sparkassen an der Tagesgeldanleihe zurück. Vielmehr will der Bund sein Geschäft mit Privatanlegern ausweiten.

FRANKFURT. Denkbar sei etwa ein Produkt, das für Dauersparer geeignet ist, sagte gestern Jörg Asmussen, Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, bei einer Veranstaltung der Finanzagentur in Frankfurt. In Frage käme auch ein Wertpapier, das privaten Investoren eine Inflationsabsicherung anbiete oder ein Papier, dessen Verzinsung sich flexibel an längeren Laufzeiten orientiere.

Um über konkrete Details zu weiteren Produkten für Privatanleger zu sprechen, sei es noch zu früh, erklärte Asmussen, aber: "Sicherlich wird aber die nächste Produktinnovation im Privatkundengeschäft anders als die Tagesanleihe nicht wieder 30 Jahre auf sich warten lassen."

Die Pläne könnten zu neuem Ärger mit den Banken und Sparkassen führen. Seit dem 1. Juli können Privatanleger beim Bund Tagesgeld anlegen. Damit bietet die Finanzagentur des Bundes, die die Schulden Deutschlands verwaltet, erstmals ein Zinspapier mit täglicher Verfügbarkeit an. Banken und Sparkassen sehen sich in ihrem Kerngeschäft bedroht. Sie hatten bemängelt, dass die Tagesgeldanleihe mit einem Tagesgeldkonto vergleichbar sei. Sie sehen eine Wettbewerbsverzerrung, weil die Finanzagentur keine Steuern zahlen müsse und - anders als die Banken - keinen aufsichtsrechtlichen Regeln mit entsprechenden Kosten für deren Einhaltung unterliege.

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